Bild folgtKI-generierte IllustrationOulimnius tuberculatus (Müller, 1806)
Müller, 1806
Das auffälligste Merkmal des Gekörnten Klauenkäfers (Oulimnius tuberculatus) sind die hakenförmigen Klauen an seinen Beinen, mit denen er sich an Steinen in der Strömung festhält. Dieser kleine Käfer gehört zur Familie der Elmidae (Hakenkäfer) und verbringt sein gesamtes Leben unter der Wasseroberfläche. Er nutzt die sogenannte Plastron-Atmung (Gasaustausch über einen hauchdünnen Luftfilm am Körper), wodurch er niemals zum Luftholen auftauchen muss. In Deinem Garten findest Du ihn nur, wenn Du ein sauberes Fließgewässer oder einen sauerstoffreichen Teich besitzt. Dort ernährt er sich von kleinsten Organismen und biologischem Aufwuchs, den er von Unterwasserflächen abweidet. Als Bioindikator (Anzeiger für die Wasserqualität) signalisiert er Dir einen hervorragenden Zustand Deines Gartengewässers. Du kannst ihn fördern, indem Du das Wasser sauber hältst und auf chemische Hilfsmittel verzichtest. Das Belassen von Steinen und Totholz im Wasser bietet ihm zudem wichtige Verstecke. Eine natürliche Gestaltung der Umgebung sorgt für die nötige Beschattung und kühles, sauerstoffreiches Wasser.
Für den Menschen ist dieser Käfer absolut harmlos, da er weder beißen kann noch Gift besitzt. Er steht stellvertretend für ein intaktes Ökosystem und ist ein nützlicher Mitbewohner Deines Gartens. Besondere gesetzliche Schutzbestimmungen für den privaten Bereich liegen nicht vor.
Der Gekörnte Klauenkäfer (Oulimnius tuberculatus) ist eine in Mitteleuropa heimische Art aus der Familie der Elmidae (Hakenkäfer). Seine Verbreitung umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien. Er lebt obligat aquatisch (dauerhaft an das Leben im Wasser gebunden) und bevorzugt saubere Gewässer mit hohem Sauerstoffgehalt. Innerhalb der Käfer stellt diese Gruppe hochspezialisierte Bewohner der Gewässersohle dar.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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