Bild folgtKI-generierte IllustrationOxyporus mannerheimii
An den markant verkürzten Flügeldecken, die den Hinterleib größtenteils unbedeckt lassen, lässt sich Oxyporus mannerheimii sofort erkennen. Typisch für diesen Kurzflügler (Staphylinidae) ist die kontrastreiche Färbung aus schwarzen und gelblichen Partien am Körper. Als hochspezialisierter Pilzfresser besiedelt er in deinem Garten vor allem frische Fruchtkörper von Blätterpilzen. Da die Datenlage zu dieser seltenen Art begrenzt ist, lässt sich die genaue Eizahl nicht exakt beziffern, doch die Ablage findet stets direkt an den Lamellen statt. Im Frühjahr und Sommer sind die Käfer kaum an Blüten zu finden, da sie ausschließlich mycophag (pilzfressend) leben. Besonders im Spätsommer suchst du sie am besten an heimischen Pilzen wie dem Perlpilz (Amanita rubescens) oder verschiedenen Täublingen (Russula). Die Larven entwickeln sich erstaunlich schnell im Inneren der Pilze, bevor sie zur Verpuppung in den Erdboden wandern. Du kannst diese nützlichen Zersetzer fördern, indem du auf Fungizide (Pilzbekämpfungsmittel) verzichtest. Lass alte Pilze im Herbst einfach stehen und schone die Humusschicht unter Sträuchern. Dort überwintert das Tier in einer Kältestarre (Zustand minimierter Lebensvorgänge) in der oberen Bodenschicht oder unter Falllaub. Ein naturnaher Garten mit einer dicken Laubschicht ist für das Überleben dieser seltenen Art entscheidend.
Dieser Käfer ist für Menschen vollkommen harmlos und besitzt weder Gift noch einen Stachel. Er ist ein spezialisierter und nützlicher Bewohner des Gartens, der aufgrund seiner Seltenheit keinesfalls bekämpft oder umgesiedelt werden sollte.
Oxyporus mannerheimii gehört zur Familie der Kurzflügler (Staphylinidae) innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera). Die Art ist in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz heimisch, tritt jedoch nur sehr lokal und meist selten auf. Ein wichtiges Merkmal sind die kräftigen Mandibeln (Oberkiefer), mit denen die Käfer das Fleisch von Hutpilzen zerschneiden. Von anderen Arten der Gattung unterscheidet er sich vor allem durch die spezifische Anordnung der dunklen Flecken auf dem Halsschild und den Flügeldecken.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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