Bild folgtKI-generierte IllustrationOxytropis fetida
Auch bekannt als: Oxytropis fetida
Wer den Stinkenden Spitzkiel (Oxytropis fetida) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze faellt durch ihre klebrig-druesigen Blaetter und den intensiven, fast oeligen Geruch auf. Du erkennst sie zudem an den blassgelben Schmetterlingsblueten, deren innerstes Bluetenblatt, das sogenannte Schiffchen, eine charakteristische violette Spitze besitzt. In deinem Garten ist sie eine wertvolle Spezialistin fuer extrem sonnige und trockene Standorte wie Steingaerten oder Trockenmauern. Da sie als alpine Art im Flachland kaum vorkommt, holst du dir mit ihr eine botanische Raritaet nach Hause. Wenn du einen kargen Platz hast, an dem sonst wenig gedeiht, wirst du an dieser eigenwilligen Schoenheit viel Freude haben.
Alpiner Charakterkopf: Klebrige Blaetter und markanter Duft fuer Sonnenplaetze.
In alpinen Hoehenlagen dient diese Art als wichtige Nahrungsquelle fuer spezialisierte Bestaeubergruppen, die an extrem trockene Lebensraeume angepasst sind. Da sie zu den Schmetterlingsbluetlern gehoert, produziert sie proteinreichen Pollen und Nektar, der fuer die Insektenwelt in kargen Habitaten essenziell ist. Als Stickstofffixierer bereichert sie den Boden auf natuerliche Weise, was in der oekologischen Gartenkultur den Verzicht auf Kunstdünger ermoeglicht. Da keine spezifischen Beziehungsdaten fuer einzelne Insektenarten vorliegen, ist sie vor allem als Bestandteil eines biodiversen Magerstandorts wertvoll. Die reifenden Samen bieten im spaeten Jahr eine Nahrungsgrundlage fuer verschiedene Kleinsaeuger.
Bitte beachte, dass der Stinkende Spitzkiel als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Pflanze enthaelt Inhaltsstoffe, die bei Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen koennen und sollte daher nicht in die Haende von Kindern gelangen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Pflanzenhöhe
0.07 m
Suche fuer den Stinkenden Spitzkiel einen Platz in der vollen Sonne aus; er ist extrem lichthungrig.
Der Boden muss sehr durchlaessig, steinig oder sandig sein, da Staunaesse (stehendes Wasser) die Wurzeln schaedigt.
Die Pflanzzeit liegt zwischen Maerz und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Eine Duengung ist nicht erforderlich, da die Pflanze als Leguminose (Schmetterlingsbluetler) Stickstoff aus der Luft binden kann.
Giessen solltest du nur in der Anwachsphase, danach kommt sie mit extremer Trockenheit bestens zurecht.
Die Vermehrung klappt am sichersten ueber die Aussaat der reifen Samen im Fruehjahr.
Im Winter ist die Pflanze vollkommen frosthart, sollte aber vor winterlicher Naesse geschuetzt stehen.
Gute Partnerin: Der Bleiche Schwingel (Festuca pallens) – beide teilen die Vorliebe fuer karge, felsige Standorte und bilden eine harmonische, natuerliche Lebensgemeinschaft.
Der Stinkende Spitzkiel (Oxytropis fetida) gehoert zur Ordnung der Schmetterlingsbluetenartigen (Fabales) innerhalb der Familie der Huelsenfruechtler (Fabaceae). Sein natuerliches Verbreitungsgebiet liegt vor allem in den Westalpen, wo er Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und kalkreiche Felshange besiedelt. Ein morphologisches Merkmal ist die namensgebende Spitze am Bluetenschiffchen, die ihn von anderen Gattungen unterscheidet. Die gesamte Pflanze ist mit feinen Druesenhaaren besetzt, die ein klebriges Sekret ausscheiden und den markanten Duft verursachen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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