Bild folgtKI-generierte IllustrationOxytropis lapponica
Auch bekannt als: Oxytropis lapponica
An ihren bläulich-violetten Blütenköpfchen und den silbrig behaarten Blättern lässt sich die Lappland-Fahnenwicke (Oxytropis lapponica) sofort erkennen. Da sie mit Hilfe von Bakterien Stickstoff im Boden anreichert, verbessert sie ganz natürlich die Bodenqualität an kargen Standorten. Besonders in gut durchlässigen Steingärten setzt sie elegante Akzente und ist ein echter Geheimtipp für Liebhaber der Gebirgsflora. Wenn du eine robuste Pflanze für eine sonnige Trockenmauer suchst, die auch mit wenig Wasser auskommt, ist sie die ideale Wahl für dich.
Alpine Eleganz für Kenner: Robust, genügsam und ein natürlicher Bodenverbesserer.
Als heimischer Vertreter der Gebirgsflora leistet die Lappland-Fahnenwicke einen wichtigen Beitrag zur Bodengesundheit in deinem Garten. Durch die Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil) mit Knöllchenbakterien bindet sie Stickstoff aus der Luft und macht ihn für andere Pflanzen verfügbar. In den kargen alpinen Lebensräumen, aus denen sie stammt, ist diese Eigenschaft überlebenswichtig für die gesamte Pflanzengemeinschaft. Die Samenreife im Spätsommer bietet eine natürliche Nahrungsquelle für Kleinsäuger und Vögel der Gebirgsregionen. In deinem Garten hilft sie dabei, spezialisierte ökologische Nischen zu besetzen, die für viele herkömmliche Zierpflanzen zu extrem sind. Damit förderst du aktiv die pflanzliche Diversität (Artenvielfalt) heimischer Herkunft.
Bitte beachte, dass die Lappland-Fahnenwicke als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie enthält pflanzliche Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten oder Vergiftungserscheinungen führen können. In Gärten mit kleinen Kindern oder frei laufenden Haustieren solltest du sie daher an unzugänglichen Stellen, wie etwa in erhöhten Steingartenpartien, platzieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jan
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Suche der Lappland-Fahnenwicke einen vollsonnigen Platz in deinem Steingarten oder auf einer Trockenmauer.
Sie benötigt einen sehr gut durchlässigen, eher nährstoffarmen Boden mit Anteilen von Gesteinsgrus oder Sand.
Da sie an karge Verhältnisse angepasst ist, verträgt sie absolut keine Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Als Gebirgspflanze ist sie extrem winterhart und kommt mit Trockenheit hervorragend zurecht.
Auf Dünger solltest du komplett verzichten, da sie als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) sonst ihre Standfestigkeit verliert.
Gießen ist nur in extremen Hitzeperioden bei jungen Pflanzen notwendig.
Verblühte Stände kannst du über den Winter stehen lassen, um die natürliche Selbstaussaat zu fördern.
Eine Vermehrung erfolgt am besten über Samen, die im Frühjahr direkt an Ort und Stelle gesät werden.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – beide teilen die Vorliebe für trockene, mineralische Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Lappland-Fahnenwicke gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist eine charakteristische Art der alpinen Stufe. In der Region ist sie vor allem in den österreichischen Alpen heimisch, wo sie auf kalkarmen Urgesteinsböden und in Felsschuttfluren siedelt. Ein wichtiges Merkmal der Gattung ist das Schiffchen der Blüte, das in eine kleine, deutliche Spitze ausläuft – ein Detail, das sie von den verwandten Astragalus-Arten unterscheidet. Die gesamte Pflanze ist oft seidig behaart, was als Verdunstungsschutz in der intensiven Gebirgssonne dient.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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