Bild folgtKI-generierte IllustrationOxytropis sordida
Auch bekannt als: Oxytropis sordida
Wer den Schmutzigen Spitzkiel (Oxytropis sordida) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die blassgelben bis schmutzig-violetten Schmetterlingsblüten mit dem charakteristischen spitzen Fortsatz am Kiel sind ein echtes Kennzeichen dieser alpinen Seltenheit. Als Stickstoffsammler verbessert sie auf natürliche Weise karge Böden, ohne dass du zusätzlich düngen musst. Wenn du einen Steingarten oder eine Trockenmauer pflegst, ist diese Art eine spannende Bereicherung für deine Pflanzensammlung. Du kannst damit auch schwierige, sonnige Ecken ökologisch aufwerten.
Alpiner Überlebenskünstler: Stickstoffdünger aus der Luft für karge Böden.
Der Schmutzige Spitzkiel (Oxytropis sordida) nimmt eine besondere Rolle im Nährstoffkreislauf deines Gartens ein. Durch die Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen) mit Knöllchenbakterien bindet er Stickstoff aus der Luft und reichert damit magere Böden an. Nach der Blüte bilden sich die für Hülsenfrüchtler typischen Samenstände, die im Winter stehen bleiben sollten. Diese bieten Struktur und Deckung für Kleinstlebewesen während der kalten Jahreszeit. Da die Pflanze speziell an karge Standorte angepasst ist, fördert sie die biologische Vielfalt auf Flächen, auf denen anspruchsvollere Arten kaum überleben könnten.
Achtung, der Schmutzige Spitzkiel (Oxytropis sordida) gilt nicht als kindersicher. Wie viele Mitglieder der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) kann die Pflanze Inhaltsstoffe enthalten, die bei Verzehr unbekömmlich oder schwach giftig sind. Achte daher darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile der Art essen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wähle einen vollsonnigen Platz auf durchlässigem, kalkhaltigem Boden aus.
Ellenberg Lichtwert 9 bedeutet: Die Pflanze verträgt keine Beschattung und benötigt für eine gesunde Entwicklung das volle Sonnenlicht.
Ein eher trockener bis frischer Standort ist ideal, wobei du Staunässe (stehendes Wasser im Boden) unbedingt vermeiden musst.
Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden noch offen ist.
Achte beim Einsetzen darauf, die Pfahlwurzel nicht zu beschädigen, da die Pflanze empfindlich auf Umpflanzen reagiert.
Da sie Stickstoff mithilfe von Bakterien selbst aus der Luft bindet, ist eine zusätzliche Düngung in deinem Garten nicht notwendig.
Eine Vermehrung gelingt am sichersten durch die Aussaat der Samen im zeitigen Frühjahr direkt an Ort und Stelle.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht erforderlich; lass die vertrockneten Pflanzenteile über den Winter einfach stehen.
Das schützt die empfindliche Wurzelkrone vor extremem Frost und bietet kleinen Tieren im Winter Unterschlupf.
Gute Partnerin: Alpen-Kuhschelle (Pulsatilla alpina) - beide Arten teilen sich die Vorliebe für kalkreiche, sonnige Standorte und harmonieren optisch perfekt in alpinen Beeten.
Der Schmutzige Spitzkiel (Oxytropis sordida) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in den Gebirgsregionen Österreichs heimisch. Er besiedelt bevorzugt alpine Rasen und Felsschuttfluren auf kalkhaltigem Untergrund. Ein wichtiges morphologisches Merkmal ist der Kiel der Blüte, der im Gegensatz zur Gattung der Tragante (Astragalus) in einer kleinen, deutlichen Spitze endet. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet kräftige Pfahlwurzeln aus, um auch in trockenen Lagen sicher zu überdauern.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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