Bild folgtKI-generierte IllustrationOxyura leucocephala (Scopoli, 1769)
Auch bekannt als: Wei?kopf-Ruderente, Weißkopf-Ruderente
Scopoli, 1769
Die Weißkopfruderente (Oxyura leucocephala) erkennst du an ihrem leuchtend hellblauen Schnabel im Prachtkleid, dem weißen Gesicht mit schwarzer Scheitelkappe und dem charakteristisch steil aufgerichteten Schwanz. Diese gedrungene Ente wirkt beim Schwimmen oft sehr tief im Wasser liegend. Als Allesfresser findet sie ihre Nahrung tauchend am Grund von Gewässern, wobei sie kleine Wassertiere und verschiedene Pflanzenteile verwertet. In deinem Garten wird sie sich nur niederlassen, wenn du über einen sehr großen, naturnahen Teich mit einer dichten Zone aus Ufervegetation verfügst. Ihre Nester baut sie gut versteckt direkt über dem Wasser oder tief im dichten Bewuchs der Uferzone. Da sie ein Zugvogel ist, hält sie sich bei uns vorwiegend in den wärmeren Monaten auf, um zu brüten. Um diesen seltenen Gästen zu helfen, solltest du Uferbereiche völlig ungestört lassen und auf jegliche chemische Düngung im Garten verzichten, damit die Wasserqualität hoch bleibt. Ein Verzicht auf Rückschnitte am Teichrand während der Sommermonate schützt ihre Rückzugsorte. Ruhe ist für diese scheue Art der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Ansiedlung.
Diese Art ist streng geschützt und darf an ihren Brutplätzen unter keinen Umständen gestört werden. Das Zerstören von Nestern oder das Beunruhigen während der Aufzucht ist gesetzlich verboten. Achte darauf, dass Haustiere die Uferzonen nicht betreten, um die empfindlichen Vögel nicht zu vertreiben.
Die Weißkopfruderente gehört zur Ordnung der Gänsevögel (Anseriformes) und ist die einzige heimische Vertreterin der Ruderenten in Europa. Ihr Verbreitungsgebiet ist stark fragmentiert (in voneinander getrennte Gebiete aufgeteilt) und reicht vom Mittelmeerraum bis nach Zentralasien. Sie bevorzugt flache, nährstoffreiche Binnengewässer, die einen breiten Gürtel an Uferpflanzen aufweisen. Von der sehr ähnlichen, aber invasiven Schwarzkopfruderente unterscheidet sie sich durch die deutlich dickere Schnabelbasis und das rein weiße Gesicht der Männchen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →