Bild folgtKI-generierte IllustrationOzyptila atomaria (Panzer, 1801)
Die Große Zwergkrabbenspinne (Ozyptila atomaria) ist ein kleiner, bräunlich marmorierter Lauerjäger (ein Jäger, der unbeweglich auf Beute wartet), der keine Fangnetze baut. Ihre Körpergröße liegt im Millimeterbereich, was sie zusammen mit ihrer Tarnfärbung am Boden fast unsichtbar macht. Du findest diesen nützlichen Gartenhelfer bevorzugt in der Krautschicht (dem Bereich der bodennahen Vegetation) oder direkt in der Bodenstreu. Dort stellt sie kleinen Insekten nach und hilft Dir so dabei, die Population von Schädlingen auf natürliche Weise zu regulieren. Die Spinne gehört zur Familie der Thomisidae (Krabbenspinnen), die ihren Namen der krabbenartigen Fortbewegung verdanken. Um diesen heimischen Nützling zu fördern, solltest Du Bodenstrukturen (räumliche Gegebenheiten) wie liegengelassene Pflanzenreste oder natürliche Bodenbedeckungen erhalten. Solche ungestörten Ecken bieten ihr wichtige Versteckmöglichkeiten und Jagdreviere. Verzichte in Deinem Garten auf chemische Pflanzenschutzmittel, um die empfindliche Bodenfauna (Tierwelt des Bodens) nicht zu gefährden. Wenn Du vorsichtig arbeitest, kannst Du sie manchmal dabei entdecken, wie sie völlig reglos auf Beute lauert. Ihr Vorhandensein ist ein Zeichen für ein gesundes biologisches Gleichgewicht in Deinem Garten.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und zeigt kein aggressives Verhalten. Aufgrund ihrer geringen Größe können ihre Kieferklauen die menschliche Haut nicht durchdringen, weshalb sie für Dich bei der Gartenarbeit absolut unbedenklich ist.
Die Große Zwergkrabbenspinne (Ozyptila atomaria) wird innerhalb der Ordnung Araneae (Webspinnen) zur Familie der Thomisidae (Krabbenspinnen) gezählt. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien, wo sie als heimische Art gilt. Als Bewohnerin der Bodenfauna (Gesamtheit der im Boden lebenden Tiere) führt sie ein verborgenes Leben als spezialisierter Lauerjäger. Trotz ihres Namens gehört sie innerhalb ihrer Gattung zu den kräftigeren Vertretern, bleibt jedoch mit einer Körperlänge von wenigen Millimetern recht klein.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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