Bild folgtKI-generierte IllustrationPachetra sagittigera Hufnagel, 1766
Typisch für die Trockenrasen-Blättereule (Pachetra sagittigera) ist das markante Muster aus hellen Pfeilzeichnungen auf ihren graubraunen Vorderflügeln. Mit einer Körpermasse von etwa 0,056 Gramm gehört dieser Eulenfalter zu den kräftigeren Nachtfaltern in deinem Garten. Du kannst die Falter in einer Generation pro Jahr beobachten, wobei sie hauptsächlich zwischen Mai und September aktiv sind. Die Raupen sind polyphag (viele verschiedene Pflanzen fressend) und ernähren sich bevorzugt von heimischen Gräsern wie dem Schaf-Schwingel (Festuca ovina) oder der Aufrechten Trespe (Bromus erectus). Die erwachsenen Falter suchen zur Nektaraufnahme gerne Blüten der Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) oder der Witwenblume (Knautia arvensis) auf. Überwintern wird das Tier als Raupe, die in der Krautschicht oder in dichten Grasbüscheln Schutz vor dem Frost sucht. Um diese Art zu unterstützen, solltest du in deinem Garten magere, ungedüngte Grasinseln erhalten und diese über den Winter nicht zurückschneiden. So schaffst du den notwendigen Lebensraum für die Larvenentwicklung und die erfolgreiche Überwinterung.
Die Trockenrasen-Blättereule ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der weder sticht noch beißt. Da sie auf magere Standorte spezialisiert ist, stellt sie keine Gefahr für Zier- oder Nutzpflanzen dar. Ein vorsichtiger Umgang mit gefundenen Raupen im Gras ist ratsam.
Die Trockenrasen-Blättereule gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Sie ist in Mitteleuropa heimisch, wobei allein für die Schweiz über 600 Beobachtungen dokumentiert sind. Die Art besetzt eine intermediäre (zwischen warm und kühl liegende) Temperaturnische und bevorzugt eher trockene Standorte. Für den Laien ist sie durch ihre beachtliche Größe und die charakteristische Flügelzeichnung gut von anderen, meist kleineren Nachtfaltern abgrenzbar.
1 Video zu Trockenrasen-Blättereule

Körpergröße
large
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
larva
Temperatur
intermediate
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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