Bild folgtKI-generierte IllustrationPachygnatha clercki Sundevall, 1823
Auch bekannt als: Clercks Streckerspinne, Längsgestreifte Dickkieferspinne
Die Große Dickkieferspinne (Pachygnatha clercki) fällt vor allem durch ihre markanten, kräftig ausgebildeten Kieferklauen (Cheliceren) auf, die sie im ausgewachsenen Stadium für die aktive Jagd ohne Netz nutzt. Im Gegensatz zu vielen ihrer Verwandten webt dieses heimische Tier als erwachsene Spinne kein Radnetz (kreisförmiges Fangnetz) mehr, sondern streift am Boden oder in der bodennahen Krautschicht umher. Ihr Lebensraum umfasst feuchte Wiesen, Uferbereiche und schattige Gartenbereiche, in denen sie ein feuchtes Mikroklima (kleinräumige klimatische Bedingungen) vorfindet. Als geschickte Jägerin ernährt sie sich von verschiedenen Kleinstlebewesen wie Mücken, Fliegen oder kleinen Käfern. Im Garten übernimmt sie damit eine wichtige Aufgabe bei der Regulierung von Insektenbeständen, die andernfalls überhandnehmen könnten. Du findest das Tier oft unter herabgefallenem Laub oder in dichtem Bewuchs, wo es Schutz vor Austrocknung sucht. Für dich als Gärtner ist sie eine nützliche Gehilfin, da sie auch Schädlinge am Boden dezimiert. Um diese Art zu fördern, solltest du kleine Ecken mit liegengelassenem Laub oder Mulchschichten (Bodenbedeckung aus organischem Material) erhalten. Vermeide den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, da diese die Nahrungsgrundlage und das Tier selbst schädigen. Ein naturnaher Garten mit unterschiedlichen Strukturen bietet ihr den perfekten Rückzugsort.
Die Große Dickkieferspinne ist für den Menschen vollkommen harmlos und scheu. Ihre Kieferklauen sind zwar kräftig, können die menschliche Haut jedoch nicht durchdringen. Es besteht keine Gefahr, auch wenn du sie versehentlich bei der Gartenarbeit berührst.
Pachygnatha clercki gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und wird der Familie der Streckerspinnen (Tetragnathidae) zugeordnet. Sie ist in Mitteleuropa weit verbreitet und kommt in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz häufig vor. Die Art erreicht eine Körperlänge von etwa sechs bis acht Millimetern, wobei die Männchen meist etwas kleiner bleiben. Ihr Lebensstil ist durch eine während der Entwicklung wechselnde Jagdstrategie geprägt, bei der nur die Jungtiere Netze bauen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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