Bild folgtKI-generierte IllustrationPaeonia lactiflora
Auch bekannt als: Edel-Pfingstrose, Milchweiße Pfingstrose, Chinesische Pfingstrose
Schon von weitem fällt die Pfingstrose (Paeonia lactiflora) durch ihre prächtigen, schalenförmigen Blüten und das tief geschlitzte, dunkelgrüne Laub auf. Für dich als Gärtner ist sie eine besonders treue Gefährtin, da sie am richtigen Standort über Jahrzehnte hinweg jedes Jahr zuverlässig austreibt. Auch wenn sie im Winter komplett im Boden verschwindet, sorgt ihr kräftiger Wuchs im Sommer für eine wertvolle Struktur in deinen Beeten. Achte darauf, ihr einen Platz zu geben, an dem sie ungestört alt werden darf.
Ein langlebiges Erbstück für den Garten: Blüht über Jahrzehnte hinweg.
Da für diese Art in der aktuellen Datenbasis keine spezifischen Beziehungen zu Bestäubern oder anderen Tierarten hinterlegt sind, konzentriert sich ihr ökologischer Wert auf ihre Rolle als heimische Strukturpflanze in Österreich. Durch ihren buschigen, dichten Wuchs bietet sie während der Vegetationsperiode Schutz und Schatten für bodennah lebende Kleinstlebewesen. Als langlebiges Element im Garten trägt sie zur Stabilität des Mikroklimas im Beet bei. In naturnahen Konzepten dient sie als verlässliche Komponente, die über viele Jahre organische Substanz für den Bodenaufbau liefert. Das Stehenlassen des Laubs bis zum Spätherbst unterstützt die natürliche Humusbildung direkt am Standort.
Die Pfingstrose ist nicht kindersicher. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Wurzeln und die Samen, gelten als schwach giftig und können bei Verzehr Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen. Aufgrund ihrer sehr charakteristischen Blätter und der großen Blüten besteht jedoch kaum eine Verwechslungsgefahr mit gängigen essbaren Wildpflanzen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jun
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit tiefgründiger, nährstoffreicher Erde.
Der Boden sollte gut durchlässig sein, damit keine Staunässe entsteht, welche die Wurzeln schädigen könnte.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Setze die Staude flach: Die rötlichen Knospen am Wurzelhals dürfen nur etwa drei Zentimeter mit Erde bedeckt sein.
Gedüngt wird am besten im zeitigen Frühjahr mit einer Gabe reifem Kompost.
Ein Rückschnitt der verwelkten Stängel erfolgt erst im späten Herbst oder nach dem ersten Frost.
Da sie ungestörte Standorte liebt, solltest du sie nach dem Pflanzen möglichst nicht mehr umsetzen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) – sie ist in Österreich heimisch und bildet mit ihren zarten blauen Glocken einen wunderschönen Kontrast zu den schweren Blüten der Pfingstrose, während beide ähnliche Lichtverhältnisse schätzen.
Die Pfingstrose (Paeonia lactiflora) ist ein prominentes Mitglied der Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae) innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). In der Region ist sie in Österreich als heimische Art erfasst. Sie wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und überdauert den Winter mit Hilfe von rübenförmig verdickten Speicherwurzeln. Ein markantes morphologisches Merkmal sind die glänzenden, meist doppelt dreiteiligen Blätter und die endständigen Blüten mit einer Vielzahl an gelben Staubblättern.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →