Bild folgtKI-generierte IllustrationPanthea coenobita
Auch bekannt als: Klosterfrau
Auffällig ist bei der Klosterfrau (Panthea coenobita) die kontrastreiche, schwarz-weiße Zeichnung ihrer Vorderflügel, die an das Gewand einer Nonne erinnert. Dieser zu den Eulenfaltern (Noctuidae) gehörende Nachtfalter erreicht eine beachtliche Größe und wiegt etwa 0,07 Gramm. In Deinem Garten ist sie vor allem dann anzutreffen, wenn Du heimische Nadelbäume wie die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris) oder die Gemeine Fichte (Picea abies) pflegst. Die Art ist oligophag (auf wenige Nahrungspflanzen spezialisiert), wobei die Raupen ausschließlich an Nadeln fressen. Du kannst ab April mit den ersten Faltern rechnen, die bis in den September hinein aktiv bleiben. Die Weibchen legen ihre Eier meist einzeln oder in kleinen Gruppen direkt an den Nadeln der Wirtsbäume ab. Nach einer intensiven Fraßphase im Sommer verpuppen sich die Raupen gegen Ende August. Die Überwinterung erfolgt als Puppe (Ruhestadium vor dem Schlüpfen) in einem Kokon am Boden oder in der Moosschicht. Um diesen nützlichen Falter zu fördern, solltest Du Nadelgehölze stehen lassen und die Bodenstreu nicht entfernen. Ein naturnaher Garten mit Moospolstern bietet der Puppe den nötigen Schutz für die kalten Monate.
Die Klosterfrau ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gast in naturnahen Gärten. Sie besitzt keinen Stachel und kann weder beißen noch stechen. Da sie als Falter sehr empfindlich ist, solltest Du sie nicht anfassen, um ihre Flugfähigkeit nicht durch den Verlust von Flügelschuppen zu beeinträchtigen.
Die Klosterfrau (Panthea coenobita) ist ein Vertreter der Familie der Eulenfalter (Noctuidae). Ihre Verbreitung erstreckt sich über Mitteleuropa, wobei sie in der Schweiz mit über 350 Funden gut dokumentiert ist. Sie bevorzugt kühlere Standorte und besetzt eine kalte Temperaturnische. Die Falter sind durch ihre markante, schwarz-weiße Flügelzeichnung für Laien gut erkennbar und von anderen, meist düster gefärbten Eulenfaltern unterscheidbar. Als Bewohner von Nadelmischwäldern besucht sie gelegentlich Gärten mit entsprechendem Baumbestand.
Körpergröße
large
Nahrung
oligophagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
cold
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →