Bild folgtKI-generierte IllustrationPapaver atlanticum
Auch bekannt als: Atlas-Mohn, Atlasmohn
Unverwechselbar ist der Atlas-Mohn an seinen zarten, lachsfarbenen bis hellorangen Blüten, die an fein behaarten Stielen hoch über der Blattrosette tanzen. Diese ausdauernde Art ist für Deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie nach aktuellen Daten eine enorme Blühdauer von April bis in den Dezember aufweist. Während viele andere Pflanzen im Spätherbst bereits pausieren, bietet er Bestäubern wie Schwebfliegen und solitären Wildbienen weiterhin eine wichtige Anlaufstelle für Pollen. Da er sich dezent über feine Samen ausbreitet, schließt er charmant Lücken in sonnigen Beeten oder Pflasterfugen. Du wirst sehen, dass dieser genügsame Gast Deinem Garten ohne viel Aufwand eine natürliche Leichtigkeit verleiht.
Dauerblüher von April bis Dezember: Die lachsfarbene Pollentankstelle für Insekten
Der Atlas-Mohn ist ein wertvoller Pollenspender, dessen ökologischer Nutzen vor allem in der außergewöhnlich langen Blühphase von April bis Dezember liegt. Insekten wie Schwebfliegen und verschiedene Wildbienen nutzen die offenen Schalenblüten, um den proteinreichen Pollen zu ernten. Da die Art keinen Nektar produziert, konzentriert sich der Besuch auf Pollensammler, die gezielt nach Eiweißnahrung suchen. Durch die späte Blüte bietet er eine wichtige Nahrungsressource in einer Zeit, in der das Angebot in der Landschaft bereits stark abnimmt. Die kleinen Samen in den Kapseln dienen zudem im Winter als gelegentliche Nahrungsquelle für Kleinvögel, sofern die Stängel nicht vorzeitig abgeschnitten werden.
Der Atlas-Mohn ist nach den vorliegenden Gartendaten nicht als kindersicher eingestuft. Wie alle Mohngewächse enthält er in allen Pflanzenteilen Alkaloide (pflanzliche Wirkstoffe), die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Dez
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten, damit die Pflanze ihre volle Blütenkraft entfalten kann.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher mager (nährstoffarm) sein; Staunässe verträgt die Pflanze nicht.
Nutze das Frühjahr von März bis Mai oder den Herbst als ideale Pflanzzeit.
Arbeite bei schweren Böden Sand oder feinen Kies ein, um eine ausreichende Drainage (Wasserabfluss) zu gewährleisten.
Schneide Verblühtes regelmäßig zurück, um die Blütezeit bis in den Dezember hinein zu verlängern.
Möchtest Du eine Selbstaussaat fördern, lass im Spätsommer einige der dekorativen Kapseln stehen.
Halte den Boden eher trocken; zusätzliches Gießen ist meist nur bei extremer Hitze nötig.
Gute Partnerin: Die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) – sie besiedelt ähnliche trockene Standorte und ergänzt die lachsfarbenen Töne des Mohns perfekt.
Der Atlas-Mohn (Papaver atlanticum) ist ein Vertreter der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) innerhalb der Ordnung der Hahnenfußartigen. Er ist ursprünglich im Atlasgebirge Nordafrikas beheimatet, hat sich jedoch in Gärten Mitteleuropas als robuste, ausdauernde Art etabliert. Als krautige Pflanze (nicht verholzend) zieht er sich im Winter meist auf eine bodennahe Blattrosette zurück, ohne dabei feste Holzstrukturen zu bilden. Charakteristisch sind die schmalen, fiederteiligen und deutlich behaarten Blätter sowie die typischen Porenkapseln, die nach der Blüte die winzigen Samen enthalten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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