Bild folgtKI-generierte IllustrationPapaver orientale
Auch bekannt als: Morgenländischer Mohn, Stauden-Mohn, Türkenmohn, Staudenmohn, Gartenmohn, Türkischer Mohn, Orientalischer Mohn, Feuermohn, Garten-Mohn, Feuer-Mohn
Du erkennst den Türkischen Mohn (Papaver orientale) an seinen riesigen, schalenförmigen Blüten mit den markanten dunklen Flecken am Grund und den kräftigen, borstig behaarten Stängeln. Wenn du einen vollsonnigen Platz in deinem Garten hast, ist er im Frühsommer ein spektakulärer Blickfang. Beachte jedoch, dass er sich nach der Blüte komplett in den Boden zurückzieht und eine Lücke im Beet hinterlässt. Wenn du ihn klug kombinierst, hast du eine der langlebigsten Wildstauden überhaupt.
Heimische Leuchtkraft für Österreich: Ein imposanter Pollenspender für die Sonne.
In seiner Heimat Österreich ist der Türkische Mohn (Papaver orientale) ein wichtiger Bestandteil naturnaher Lebensräume. Er fungiert als wertvolle Pollen-Blume für Insekten, die auf der Suche nach proteinreicher Nahrung sind. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, liegt sein ökologischer Hauptwert in der Bereicherung der heimischen Flora an trockenen Standorten. Die markanten Samenkapseln bieten nach der Reife eine interessante Struktur im Garten, die von Kleinstlebewesen als Schutzraum genutzt werden kann. Durch seine Mehrjährigkeit bietet er über viele Jahre hinweg ein stabiles Nahrungsangebot während der frühen Sommermonate.
Der Türkische Mohn (Papaver orientale) ist nicht kindersicher. Alle Pflanzenteile, insbesondere der austretende weiße Milchsaft, enthalten giftige Stoffe (Alkaloide). Bei Kontakt kann es zu Hautreizungen kommen, bei Verzehr drohen ernsthafte Vergiftungserscheinungen, weshalb er außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern gepflanzt werden sollte.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jan – Jul
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Der Türkische Mohn (Papaver orientale) benötigt einen vollsonnigen Standort mit tiefgründiger, nährstoffreicher Erde.
Boden: Er braucht einen guten Wasserabzug, da Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) die Pfahlwurzel faulen lässt.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Sommerruhe: Wundere dich nicht, wenn die Blätter nach der Blüte im Juli gelb werden und absterben – die Pflanze macht eine Sommerpause und zieht komplett ein.
Pflege: Schneide die vertrockneten Blätter erst ab, wenn sie ganz braun sind, damit die Kraft in die Wurzel zurückfließen kann.
Vermehrung: Er lässt sich am besten im Spätherbst über Wurzelschnittlinge vermehren.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie ist ebenfalls heimisch, teilt die Vorliebe für Sonne und überdeckt mit ihrem dichten Laub die sommerlichen Lücken des Mohns.
Der Türkische Mohn (Papaver orientale) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die in Österreich beheimatet ist. Er besiedelt bevorzugt sonnige Standorte mit durchlässigen Böden und ist durch seine kräftige Pfahlwurzel (eine tief in den Boden reichende Hauptwurzel) bestens an zeitweise Trockenheit angepasst. Ein auffälliges Merkmal ist der weiße Milchsaft (eine schützende Flüssigkeit im Inneren), der bei Verletzungen der behaarten Stiele austritt. Die Art wächst horstig und bildet im Laufe der Jahre imposante Bestände.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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