Bild folgtKI-generierte IllustrationPardosa lugubris (Walckenaer, 1802)
Der Waldlaufwolf ist eine flinke, bräunliche Spinne, die am Boden Deines Gartens auf Jagd geht, ohne ein klassisches Radnetz zu weben. Diese Art nutzt die Strategie der aktiven Jagd, bei der sie Beutetiere durch ihre Schnelligkeit und ein gutes Sehvermögen direkt am Boden überwältigt. Ihr bevorzugtes Habitat (Lebensraum) umfasst die oberste Streuschicht aus Laub sowie niedrige Krautschichten. In Deinem Garten übernimmt sie eine funktionale Rolle als Nützling, da sie eine Vielzahl von bodenbewohnenden Insekten reguliert. Da sie sehr mobil ist, besetzt sie schnell neue Bereiche und hilft dabei, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren. Du kannst dieses Tier unterstützen, indem Du Strukturen wie Totholz einfach liegen lässt, da diese wichtige Rückzugsorte darstellen. Auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln solltest Du verzichten, um die empfindlichen Bestände zu schonen. Ein besonderes Merkmal ist das Herumtragen der Eikokons (Gespinnhüllen für die Eier), die die Weibchen fest an ihren Spinnwarzen befestigt transportieren. Nach dem Schlüpfen klettern die Jungtiere auf den Rücken der Mutter und werden dort geschützt umhergetragen. Im Februar befindet sich der Waldlaufwolf meist noch in seiner Winterruhe innerhalb der schützenden Bodenstreu. Diese Form der Brutpflege und seine Lebensweise machen ihn zu einer interessanten Beobachtungsmöglichkeit im naturnahen Garten.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und verhält sich gegenüber größeren Lebewesen sehr scheu. Ihre Cheliceren (Kieferklauen) sind zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen. Es besteht somit keinerlei Gefahr für Dich oder Deine Haustiere bei der Gartenarbeit.
Der Waldlaufwolf (Pardosa lugubris) gehört zur Familie der Wolfsspinnen (Lycosidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien, wo die Art als heimisch gilt. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa fünf bis acht Millimetern. Als typische Vertreter ihrer Gattung führen sie eine bodengebundene Lebensweise und bauen keine Fangnetze zur Jagd.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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