Bild folgtKI-generierte IllustrationPardosa oreophila Simon, 1937
Der Gebirgslaufwolf (Pardosa oreophila) ist eine flinke, meist bräunlich gefärbte Spinne, die keine Fangnetze webt, sondern ihre Beute am Boden laufend einholt. Diese Tiere nutzen ihre Schnelligkeit und ein gutes Sehvermögen für die aktive Jagd (Beute wird ohne Netz durch Verfolgung gefangen). In Deinem Garten bevorzugt dieser Jäger die Bodenoberfläche oder die bodennahe Krautschicht (Bereich der krautigen Pflanzen). Du erkennst sie oft an ihrem ruckartigen Laufen in sonnigen Bereichen. Als Nützling spielt sie eine wichtige Rolle, da sie kleine Insekten und Larven am Boden reguliert. Um den Gebirgslaufwolf zu fördern, solltest Du Strukturen wie Totholz oder trockenes Laub einfach liegen lassen. Solche Stellen dienen als wertvoller Unterschlupf und Schutzraum. Da die Tiere sehr empfindlich auf Chemie reagieren, ist ein ökologischer Garten ohne Pflanzenschutzmittel ideal. Im Februar befindet sich die Spinne meist noch in der Winterruhe (Zustand verringerter Aktivität) unter Steinen oder Moos. Wenn Du ihr diese Rückzugsorte lässt, sorgt sie im Frühjahr wieder für ein gesundes Gleichgewicht.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und zeigt kein aggressives Verhalten. Ihre Kieferklauen sind zudem viel zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen. Du kannst sie also völlig unbesorgt in Deinem Garten beobachten.
Der Gebirgslaufwolf (Pardosa oreophila) ist ein Vertreter der Wolfsspinnen (Lycosidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und bewohnt vorzugsweise bodennahe Habitate. Als bodenbewohnender Jäger verzichtet sie auf den Netzbau und verlässt sich auf ihre Laufgeschwindigkeit. Mit einer Körperlänge von meist weniger als einem Zentimeter gehört sie zu den kleineren, aber effektiven Räubern der heimischen Bodenfauna.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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