Bild folgtKI-generierte IllustrationPardosa torrentum Simon, 1876
Der Bunte Laufwolf (Pardosa torrentum) ist eine kleine, bräunlich gemusterte Spinne, die Du an ihrem rasanten Laufstil auf dem Gartenboden ohne jegliches Fangnetz erkennst. Diese Art praktiziert die aktive Jagd, bei der sie Beutetiere am Boden verfolgt und geschickt überwältigt. In Deinem Garten bewohnt sie bevorzugt den Boden sowie die Krautschicht (die Zone der bodennah wachsenden Pflanzen). Als nützlicher Bewohner hilft sie Dir dabei, Bestände von Mücken und Blattläusen auf ganz natürliche Weise zu regulieren. Da Spinnen reine Fleischfresser sind, besteht für Deine Zier- und Nutzpflanzen keinerlei Gefahr durch Fraßschäden. Du kannst diesen Jäger unterstützen, indem Du naturnahe Strukturen wie Altholz oder Laubschichten einfach im Garten belässt. Solche Bodenstrukturen bieten dem Tier notwendigen Schutz vor Fressfeinden und ideale Bedingungen für die Jagd. Achte darauf, im Bereich der Bodenoberfläche möglichst wenig einzugreifen, um ihre Reviere nicht zu zerstören. Diese Spinne ist sehr scheu und wird bei menschlicher Annäherung meist sofort das Weite suchen. Durch den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel sicherst Du ihr und anderen Spinnentieren das Überleben. In der kalten Jahreszeit ziehen sich diese Tiere in frostfreie Spalten zurück, um dort sicher zu überwintern. Lass die Tiere einfach gewähren, da sie ein gesundes ökologisches Gleichgewicht in Deinem Garten fördern.
Diese Spinne ist für Menschen absolut harmlos, da sie sehr scheu ist und bei Begegnungen sofort flieht. Ihr Giftapparat kann die menschliche Haut nicht durchdringen, weshalb keinerlei Gefahr für Gartenbesitzer oder Haustiere besteht.
Der Bunte Laufwolf (Pardosa torrentum) wird taxonomisch (systematisch) in die Ordnung der Webspinnen (Araneae) und die Familie der Wolfspinnen (Lycosidae) eingeordnet. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo er als heimische Art gilt. Die Lebensweise ist durch eine aktive Jagdstrategie am Boden geprägt, wobei die nur wenige Millimeter große Art vollständig auf den Bau von Fangnetzen verzichtet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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