Bild folgtKI-generierte IllustrationPedicularis palustris
Auch bekannt als: Pedicularis palustris subsp. opsiantha
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Sumpf-Läusekraut durch seine purpurfarbenen Blüten mit der helmartigen Oberlippe und die farnartig gefiederten Blätter an den oft rötlichen Stängeln. Da diese Art bei uns mit der Gefährdungsstufe 2 auf der Roten Liste steht, ist sie ein echtes Juwel für deinen Naturgarten. Besonders langrüsselige Insekten wie die seltene Mooshummel (Bombus muscorum) oder die Heidehummel (Bombus jonellus) sind auf diese spezialisierten Blüten angewiesen. Wenn du eine feuchte Senke oder einen Teichrand im Garten hast, kannst du hier aktiv zum Erhalt einer bedrohten Art beitragen. Mit diesem Sumpfbewohner holst du dir echte Wildnis-Atmosphäre direkt ans Wasser.
Seltene Moor-Schönheit: Ein purpurner Rettungsanker für die bedrohte Mooshummel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Sumpf-Läusekraut eine unverzichtbare Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten. Besonders Hummelarten wie die seltene Mooshummel (Bombus muscorum) und die Heidehummel (Bombus jonellus) profitieren von dem Nektarangebot der tiefen Blüten. Auch die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) sind regelmäßige Gäste. Für den farbenprächtigen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) stellt die Pflanze ebenfalls eine wichtige Tankstelle dar. Im Winter bieten die verbliebenen Samenkapseln eine wichtige Nahrungsgrundlage für die heimische Vogelwelt. Durch die Ansiedlung schaffst du ein wichtiges Refugium (Rückzugsort) für diese gefährdete Wildpflanze.
Bitte beachte: Das Sumpf-Läusekraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Da die Pflanze giftige Inhaltsstoffe enthält, ist sie für Haushalte mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren nicht zu empfehlen. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit ungiftigen Kräutern besteht aufgrund der markanten, farnartigen Blattform und des sehr nassen Standorts jedoch kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.28 m
Wähle einen vollsonnigen Platz, der dauerhaft feucht bis nass ist.
Der Boden muss unbedingt mager sein; verzichte daher komplett auf Dünger oder Kompost.
Ideal ist ein Standort in der Sumpfzone deines Gartenteichs oder in einem Moorbeet.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden niemals austrocknet, da die Pflanze sehr empfindlich auf Wassermangel reagiert.
Die Art lebt in Symbiose mit einer AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel).
Da die Pflanze meist nur zwei Jahre lebt, solltest du die Samenstände im Spätsommer unbedingt stehen lassen.
So kann sich das Sumpf-Läusekraut durch Selbstaussaat dauerhaft an seinem Platz im Garten halten.
Eine Vermehrung durch Teilung ist nicht möglich, da das Wurzelsystem keine Störungen verträgt.
Gute Partnerin: Die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) – beide teilen die Vorliebe für feuchte, magere Standorte und ergänzen sich optisch in der Blütezeit.
Das Sumpf-Läusekraut (Pedicularis palustris) ist eine ein- bis zweijährige Pflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt es bevorzugt sonnige Standorte auf sehr feuchten, mageren Böden (nährstoffarme Standorte). Auffällig ist der aufrechte Wuchs, der oft schon kurz über dem Boden verzweigt. In der freien Natur findet man die Art fast ausschließlich in intakten Mooren oder auf ungedüngten Feuchtwiesen, weshalb sie aufgrund schwindender Lebensräume heute als stark gefährdet gilt.
3 Videos zu Sumpf-Läusekraut



9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →