Bild folgtKI-generierte IllustrationPedicularis verticillata
An den markanten Blattquirlen – also Blättern, die zu dritt oder viert auf gleicher Höhe ringförmig um den Stängel stehen – lässt sich das Quirlblättrige Läusekraut (Pedicularis verticillata) sofort erkennen. Diese indigene (einheimische) Art ist ein Charaktergewächs unserer Bergregionen und bereichert den Garten durch ihre tief purpurroten Blütenstände. Da die Pflanze auf der Roten Liste mit dem Status R (extrem selten) geführt wird, leistest du mit ihrer Kultur einen wertvollen Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Art. In deinem Garten signalisiert sie Sachverstand für anspruchsvolle, magere Standorte. Wenn du eine naturnahe Fläche aufwerten möchtest, ist dieses botanische Juwel die richtige Wahl.
Rote-Liste-Rarität: Hol dir ein purpurrotes Stück alpine Wildnis in den Garten.
Das Quirlblättrige Läusekraut (Pedicularis verticillata) ist als heimische Art ein wertvoller Bestandteil unserer ursprünglichen Flora. Mit dem Status R auf der Roten Liste gilt sie als extrem selten, weshalb die Ansiedlung im Garten direkt zur Sicherung gefährdeter genetischer Ressourcen beiträgt. Da sie auf mageren, frischen Standorten gedeiht, stützt sie die biologische Vielfalt in ökologisch sensiblen Magerwiesen. Die purpurroten Blütenstrukturen bieten eine wichtige Anlaufstelle innerhalb der Gebirgsflora während der Sommermonate. Die Samenstände können über den Winter stehen gelassen werden und dienen als natürlicher Teil der Bodenstruktur. Ihre Präsenz im Garten fördert den Erhalt einer hochspezialisierten Pflanzengattung, die in der modernen Landschaft immer weniger Raum findet.
Bitte beachte, dass das Quirlblättrige Läusekraut (Pedicularis verticillata) nicht als kindersicher eingestuft ist. Die Pflanze enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen können, weshalb sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Eine Verwechslungsgefahr mit essbaren Wildkräutern ist aufgrund der charakteristischen Blattquirlge nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Wähle für das Quirlblättrige Läusekraut (Pedicularis verticillata) einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, aber keine Staunässe bilden.
Wichtig ist eine magere Bodenbeschaffenheit, da die Pflanze ein Schwachzehrer (kommt mit sehr wenigen Nährstoffen aus) ist.
Verzichte unbedingt auf Dünger, um den natürlichen Habitus zu erhalten.
Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte beim Einsetzen darauf, dass der Boden offen und frostfrei ist.
Da die Art konkurrenzschwach ist, solltest du den Boden um sie herum frei von stark wuchernden Gräsern halten.
Eine Vermehrung erfolgt am besten über Samen, die im Spätsommer direkt am Standort ausgesät werden.
Gute Partnerin: Der Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) – beide teilen ähnliche Standortansprüche auf frischen Böden und ergänzen sich optisch hervorragend.
Diese Kombination entspricht einer natürlichen Pflanzengesellschaft alpiner Matten.
Das Quirlblättrige Läusekraut (Pedicularis verticillata) ist eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimische Gebirgspflanze. Ihr typischer Lebensraum sind frische, magere Rasengesellschaften in höheren Lagen. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern und zeichnet sich durch rötlich gefärbte Stängel aus. Die Morphologie (äußere Gestalt) ist geprägt durch die namensgebenden Blätter, die in regelmäßigen Abständen den Stängel umschließen. Sie gilt als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen, was ihre tiefe Verwurzelung in unserer Natur unterstreicht.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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