Bild folgtKI-generierte IllustrationPelecanus crispus Bruch, 1832
Der Krauskopfpelikan (Pelecanus crispus) ist an seinem silbrig-weißen Gefieder und den namensgebenden, krausen Federn am Hinterkopf unverkennbar. Als einer der schwersten flugfähigen Vögel weltweit beeindruckt er durch seine enorme Flügelspannweite. In unseren Breitengraden ist er ein seltener Gast an großen, fischreichen Binnengewässern oder weiten Küstenabschnitten. In einen durchschnittlichen Hausgarten wird er sich aufgrund seiner Größe und Ansprüche kaum verirren, es sei denn, Ihr Grundstück grenzt direkt an ein weitläufiges Feuchtgebiet. Die Vögel leben gesellig und brüten oft in Kolonien auf schwimmenden Vegetationsinseln. Als spezialisierte Fleischfresser ernähren sie sich fast ausschließlich von Fischen, die sie mit ihrem dehnbaren Kehlsack aus dem Wasser schöpfen. Gelegentlich ergänzen andere kleine Wassertiere ihren Speiseplan. Ökologisch gesehen stehen sie als Spitzenprädatoren (Raubtiere am Ende der Nahrungskette) für ein intaktes aquatisches Ökosystem (Wasserlebensraum). Wenn Sie das Glück haben, in der Nähe eines solchen Habitats (Lebensraums) zu wohnen, unterstützen Sie die Art durch die Vermeidung von Störungen an Uferzonen. Ein naturnaher Teich im Garten ist für diese Riesen zwar zu klein, trägt aber zur allgemeinen Wasserqualität der Region bei.
Diese imposanten Vögel sind für Menschen vollkommen harmlos und sehr scheu. Der Krauskopfpelikan ist streng geschützt und reagiert empfindlich auf Störungen während der Brutzeit. Bitte halten Sie bei Sichtungen in der freien Natur unbedingt einen großen Beobachtungsabstand ein.
Der Krauskopfpelikan (Pelecanus crispus) gehört zur Familie der Pelikane (Pelecanidae) innerhalb der Ordnung der Ruderfüßer. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich lückenhaft von Südosteuropa bis nach Ostasien, wobei er in Deutschland, Österreich und der Schweiz als seltener Besucher gilt. Er bevorzugt flache, fischreiche Binnengewässer, Lagunen und Flussdeltas. Die Art brütet bevorzugt in unzugänglichen Schilfbeständen oder auf Inseln, um sich vor bodenlebenden Raubtieren zu schützen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →