Bild folgtKI-generierte IllustrationPelosia obtusa
Auch bekannt als: Braungelber Flechtenspinner, Schilf-Flechtenbärchen, Schilfbärchen
An seinen stumpf abgerundeten, graubraunen Vorderflügeln lässt sich das Stumpfflügelige Flechtenbärchen (Pelosia obtusa) sofort erkennen. Dieser kleine Nachtfalter wiegt mit etwa 0,008 Gramm kaum mehr als ein Wassertropfen. Es bringt pro Jahr lediglich eine Generation hervor, die in den Sommermonaten aktiv ist. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in der Nähe von Flechten und Algen ab. Im späten Frühjahr und Sommer besuchen die Falter gerne Nektarquellen wie den Gewöhnlichen Wasserdost (Eupatorium cannabinum). Auch der Echte Baldrian (Valeriana officinalis) dient ihnen als wichtige Energiequelle. Die Raupen ernähren sich polyphag (auf keine spezifische Nahrungspflanze festgelegt), wobei sie vor allem Algenbeläge und Flechten auf feuchtem Altholz oder Schilf abweiden. Das Tier überwintert als Larve in einer Kältestarre (einem biologischen Ruhezustand), versteckt in hohlen Pflanzenstängeln oder unter loser Rinde. Du kannst diesen nützlichen Falter fördern, indem du heimisches Schilf an Teichen oder feuchte Totholzhaufen im Garten belässt. Besonders im Winter ist es wichtig, hohle Stängel nicht zurückzuschneiden, um das Winterquartier der Larven nicht zu zerstören. Als Bewohner von Feuchtgebieten profitiert die Art zudem von kleinen Gartenteichen mit natürlicher Ufervegetation. Durch den Erhalt von Flechten auf alten Zäunen oder Mauern bietest du den Raupen eine sichere Futtergrundlage.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gast in naturnahen Gärten. Das Tier besitzt weder Stachel noch Beißwerkzeuge und verhält sich gegenüber Menschen vollkommen friedlich. Aufgrund seiner Seltenheit in manchen Regionen solltest du den Falter nicht anfassen, um die empfindliche Beschuppung der Flügel nicht zu verletzen.
Das Stumpfflügelige Flechtenbärchen (Pelosia obtusa) gehört zur Familie der Eulenfalter (Erebidae). In unserer Region ist es vor allem in der Schweiz nachgewiesen, wo es spezialisierte Lebensräume wie Moore, Uferzonen und feuchte Wälder besiedelt. Mit einer geringen Körpermasse von etwa 0,008 Gramm zählt es zu den kleinsten Vertretern seiner Gattung. Die Art ist polyphag (viele Nahrungsquellen nutzend) und besetzt eine mittlere Temperaturnische, was sie an ein gemäßigtes Klima anpasst. Von ähnlichen Arten unterscheidet es sich durch die namensgebenden, besonders breit abgerundeten Flügelspitzen.
Körpergröße
small
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
larva
Temperatur
intermediate
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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