Bild folgtKI-generierte IllustrationPeplis portula
Auch bekannt als: Peplis portula
Du erkennst den Gewöhnlichen Sumpfquendel an seinen kriechenden, oft rötlich überlaufenen Stängeln und den kleinen, spatelförmigen Blättern, die paarweise am Boden liegen. Da er auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste steht, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Schutz unserer heimischen Flora. Er besiedelt bevorzugt feuchte Bodenstellen und trägt so zur Stabilisierung empfindlicher Ufer- oder Senkenbereiche bei. Auch wenn keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bereichert dieser seltene Spezialist die biologische Vielfalt in deinem Garten ungemein. Schau doch mal, ob du ein dauerfeuchtes Plätzchen für diesen unaufdringlichen Überlebenskünstler findest.
Seltener Gast für nasse Füße: Schütze eine bedrohte Art der Vorwarnliste.
Obwohl für den Sumpfquendel in den aktuellen Datenbanken keine spezifischen Beziehungen zu Bestäubern oder Raupen gelistet sind, ist seine ökologische Bedeutung durch die Einstufung in der Roten Liste (V) als gefährdet anzusehen. Er besetzt als Pionierpflanze ökologische Nischen auf Schlammböden, die für viele andere Pflanzen zu instabil oder zu nass sind. Dadurch schafft er Kleinstlebensräume für wirbellose Tiere der Bodenfauna. Seine kleinen Samen können im Winter als Nahrung für bodensuchende Vögel dienen. Im ökologischen Garten sichert er das Überleben einer Art, die in der freien Landschaft durch Entwässerung zunehmend ihren Lebensraum verliert.
Der Gewöhnliche Sumpfquendel wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du im Garten mit kleinen Kindern vorsichtig sein solltest. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht aufgrund seines spezifischen, kriechenden Wuchses an nassen Standorten zwar kaum, dennoch sollte er ausschließlich als Zierpflanze betrachtet und nicht verzehrt werden.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wuchsform
Krautige Pflanze
Der Sumpfquendel benötigt einen Standort, der dauerhaft feucht bis nass ist, idealerweise an Teichrändern oder in Senken, die gelegentlich unter Wasser stehen. Der Boden sollte eher nährstoffarm und kalkarm sein, um seinen natürlichen Bedürfnissen zu entsprechen.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Standort: Wähle einen hellen Platz, da er Licht für eine gute Entwicklung benötigt.
Pflege: Da er oft einjährig wächst, solltest du die verblühten Triebe im Herbst liegen lassen, damit er sich durch Samen selbst aussäen kann.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich willig über Samen, wenn der Boden offen und feucht bleibt.
Kombination: Ein guter Partner ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich in ihrer bodendeckenden Wuchsform hervorragend.
Der Gewöhnliche Sumpfquendel (Peplis portula) gehört zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae). Er ist in unserer Region als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Typischerweise besiedelt er schlammige, zeitweise überschwemmte Standorte und zeigt einen kriechenden Wuchs. Er lebt in einer Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM), was ihm hilft, Nährstoffe aus dem feuchten Boden effizienter aufzunehmen. Botanisch interessant sind seine winzigen, oft unscheinbaren Blüten in den Blattachseln.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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