Bild folgtKI-generierte IllustrationPeponocranium orbiculatum (O.Pickard-Cambridge, 1882)
Das Moos-Turmköpfchen (Peponocranium orbiculatum) ist eine winzige, meist nur etwa zwei Millimeter große Baldachinspinne (Linyphiidae), die durch ihre unauffällige bräunliche Färbung im Bodenbereich gut getarnt ist. Diese heimische Art lebt verborgen in der Moosschicht oder im Falllaub Ihres Gartens. Zur Jagd webt sie kleine, horizontale Deckennetze, die auch als Baldachinnetze (waagerechte Gespinste mit Stolperfäden) bezeichnet werden. Insekten, die gegen die darüber liegenden Haltefäden fliegen oder fallen, werden von der Spinne von der Unterseite des Netzes aus erbeutet. Da sie sich von kleinsten Bodenorganismen und potenziellen Schadinsekten ernährt, übernimmt sie eine wichtige Funktion bei der natürlichen Regulation im Garten. Sie gehört zur Gruppe der Nützlinge, die das ökologische Gleichgewicht in Bodennähe stabilisieren. Im Februar ist sie in milden Phasen bereits in den bodennahen Schichten aktiv. Um diese nützlichen Jäger zu fördern, sollten Sie auf das akribische Entfernen von Moospolstern und trockenem Laub verzichten. Belassene Strukturen bieten ihr den nötigen Schutzraum und Jagdgrund. Ein naturnaher Garten ohne chemische Mittel stellt sicher, dass diese kleinen Helfer ihre Arbeit ungestört verrichten können.
Für Menschen ist dieses Tier vollkommen harmlos, da seine Kieferklauen viel zu klein sind, um die menschliche Haut zu durchdringen. Es gibt keinen Grund zur Sorge bei der Gartenarbeit; das Tier flieht bei Störung sofort in die Tiefe der Vegetation.
Das Moos-Turmköpfchen gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und innerhalb dieser zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae). Sein Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Mit einer Körperlänge von meist unter zwei Millimetern zählt es zu den sehr kleinen heimischen Spinnenarten. Es bewohnt bevorzugt feuchte Lebensräume am Boden und nutzt die untere Krautschicht zur Anlage seiner Fangnetze.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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