Bild folgtKI-generierte IllustrationPetasites japonicus
Auch bekannt als: Japanische Pestwurz, Asiatische Pestwurz
Schon von weitem fällt die Japan-Pestwurz (Petasites japonicus) durch ihre gigantischen, fast einen Meter breiten Blätter auf, die wie natürliche Regenschirme wirken. Da sie bereits im Februar ihre Blütenstände aus dem Boden schiebt, bietet sie in einer Zeit Nahrung, in der das restliche Gartenleben noch ruht. Du solltest ihr allerdings viel Platz einplanen, da sie sich über unterirdische Ausläufer kräftig ausbreitet. Wenn du eine feuchte, schattige Gartenecke hast, kannst du mit ihr eine beeindruckende Urzeit-Atmosphäre schaffen.
Urzeit-Riese für feuchte Gärten: Blätter wie Schirme und Blüte ab Februar.
Als einer der frühesten Blüher im Jahr ist die Pflanze eine fundamentale Nahrungsquelle für Insekten, die bereits bei den ersten Sonnenstrahlen im Februar aktiv werden. Da sie große Flächen am Boden dicht abdeckt, schafft sie ein kühles, feuchtes Kleinklima, das vielen Amphibien und wirbellosen Tieren Schutz bietet. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, lässt sich die Bedeutung für spezialisierte Arten nicht genau beziffern, doch der hohe Wert als Frühblüher für die allgemeine Insektenwelt ist unbestritten. Die Samenstände können im späteren Frühjahr von Vögeln für den Nestbau genutzt werden.
Die Japan-Pestwurz ist als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Pyrrolizidinalkaloide (sekundäre Pflanzenstoffe), die bei Verzehr die Leber schädigen können. Achte daher darauf, dass vor allem kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Apr
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Die Japan-Pestwurz ist ideal für Standorte mit einer Bodenfeuchte von 7 bis 9 (feucht bis nass), wie sie oft an Teichrändern oder in Senken vorkommen.
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten oder Schatten, da die großen Blätter bei direkter Mittagssonne schnell schlaff werden.
Boden: Die Erde sollte tiefgründig, nährstoffreich und niemals ganz austrocknen.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, sofern kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Da sie über Rhizome (unterirdische Wurzelstöcke) wandert, kannst du im Frühjahr Teilstücke abstechen, um sie zu vermehren.
Schnitt: Die welken Blätter ziehen sich im Winter komplett zurück und bilden eine natürliche Mulchschicht (schützende Bodenabdeckung).
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist die heimische Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris). Beide lieben dauerhaft feuchte Füße und ergänzen sich optisch durch die unterschiedlichen Blattstrukturen am Teichrand.
Die Japan-Pestwurz gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist innerhalb der Region in Österreich heimisch. Sie wächst natürlicherweise in Auenwäldern (Wälder entlang von Flüssen) und an Bachläufen auf sehr feuchten, nährstoffreichen Böden. Ein besonderes Merkmal ist die Zweihäusigkeit (Dioezie), was bedeutet, dass es getrennte männliche und weibliche Pflanzen gibt. Die hellgelben bis weißlichen Blütenköpfe erscheinen in dichten Trauben direkt aus dem Boden, noch bevor die herzförmigen Blätter austreiben.
1 Video zu Japanische Pestwurz

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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