Bild folgtKI-generierte IllustrationPhyllometra culminaria
Typisch für Phyllometra culminaria ist die zarte, gelblich-graue Grundfärbung der Flügel, die mit feinen dunkleren Querlinien durchsetzt ist. Da dieser Falter ein spezialisierter Bewohner der Hochalpen ist, bringt er lediglich eine Generation pro Jahr hervor. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an die Blätter von niedrigen Gebirgspflanzen. Im kurzen alpinen Sommer, der für dieses Tier oft erst im Juni beginnt, dienen vor allem der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia) und das Immergrüne Hungerblümchen (Draba aizoides) als wichtige Nektarquellen. Im Hochsommer sieht man die Falter zudem an den Blüten von Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris). Die Raupen ernähren sich von den Blättern verschiedener alpiner Kräuter, wobei ihre genaue Biologie in der freien Natur noch wenig dokumentiert ist. Den Winter verbringt das Tier in einer Kältestarre (Zustand herabgesetzter Stoffwechselaktivität) als Puppe, geschützt im Boden oder in tiefen Felsspalten. Wenn du einen Garten in alpiner Lage besitzt, kannst du diesen seltenen Gast fördern, indem du heimische Polsterstauden pflanzt. Achte darauf, Steinhaufen und offene Bodenstellen als potenzielle Verpuppungsorte ungestört zu lassen. Verzichte unbedingt auf künstliche Düngemittel, da die Flora der Magerstandorte (nährstoffarme Flächen) sonst verdrängt wird.
Dieser Falter ist für Menschen und Haustiere völlig harmlos und besitzt keinen Stachel. Aufgrund seiner Seltenheit und der Bindung an sensible alpine Ökosysteme sollte das Tier in seinem Lebensraum nicht gestört werden. Eine Verwechslung mit anderen gelblichen Spannerarten ist möglich, doch ist die Art aufgrund ihrer Höhenbindung im Flachland nicht anzutreffen.
Phyllometra culminaria ist ein Schmetterling aus der Familie der Spanner (Geometridae) innerhalb der Ordnung der Schuppenflügler. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz ist die Art ausschließlich in den alpinen Höhenlagen verbreitet. Als spezialisierter Gebirgsbewohner ist der Falter tagaktiv und perfekt an die extremen klimatischen Bedingungen oberhalb der Waldgrenze angepasst. Die Falter weisen eine unauffällige Färbung auf, die ihnen auf felsigem Untergrund eine exzellente Tarnung bietet, um Fressfeinden in der kargen Gebirgslandschaft zu entgehen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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