Bild folgtKI-generierte IllustrationPhylloneta impressa (L.Koch, 1881)
Auch bekannt als: Braune Kugelspinne, Braunweiße Kugelspinne
Die Gewöhnliche Haubennetzspinne (Phylloneta impressa) ist ein kleiner, meist nur wenige Millimeter großer Gartenbewohner, den Du an seinem charakteristisch gemusterten Hinterleib und dem unregelmäßigen Raumnetz erkennst. Diese Spinne gehört zu den Haubennetzspinnen, die dreidimensionale Gespinste aus vielen kreuz und quer gespannten Fäden weben. In diesem Gewirr verfangen sich kleine Insekten, die von der Spinne anschließend überwältigt werden. Du findest sie vor allem in der Krautschicht (der Bereich zwischen Boden und Sträuchern) oder an sonnigen Heckenrändern in Deinem Garten. Für Dich als Gärtner ist sie eine wertvolle Gehilfin, da sie die Bestände von Blattläusen und Mücken auf natürliche Weise reguliert. Wenn Du diese filigranen Netze entdeckst, lass sie am besten unberührt, damit das Tier ungestört jagen kann. Ein naturnaher Garten mit stehengelassenen Staudenresten bietet ihr den idealen Lebensraum für den Netzbau. Im aktuellen Monat Februar befindet sich die Spinne noch in der Winterruhe und verbirgt sich an geschützten Stellen in der Vegetation. Durch Verzicht auf Insektizide (Schädlingsbekämpfungsmittel) förderst Du dieses nützliche Raubtier dauerhaft. Das Belassen von Altholz oder verblühten Pflanzenstängeln hilft ihr, die kalte Jahreszeit sicher zu überstehen.
Für den Menschen ist diese kleine Spinne völlig harmlos und zudem sehr scheu. Ihre Kieferklauen (Chelizeren) sind zu klein, um die menschliche Haut zu durchdringen. Du kannst sie also ohne Sorge im Garten beobachten, ohne einen Biss befürchten zu müssen.
Die Gewöhnliche Haubennetzspinne gehört zur Familie der Kugelspinnen (Theridiidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Sie ist in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz, weit verbreitet und gilt als bodenständig (einheimisch). Als Lauerjägerin verbringt sie ihr Leben meist stationär in ihrem Haubennetz (dreidimensionales Raumnetz). Die Weibchen erreichen meist eine Körperlänge von drei bis fünf Millimetern, während die Männchen etwas kleiner bleiben.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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