Bild folgtKI-generierte IllustrationPhylloscopus borealis (J.H.Blasius, 1858)
Auch bekannt als: Nordischer Laubsänger, Wanderlaubsänger
J.H.Blasius, 1858
Der Wanderlaubsänger (Phylloscopus borealis) ist ein kleiner, olivgrün bis bräunlich gefärbter Singvogel mit einem auffällig langen, hellen Überaugenstreif (heller Streifen über dem Auge) und einem kräftigen, trillernden Gesang. Als reiner Insektenfresser (Tiergruppe, die sich von Gliedertieren ernährt) sucht er unermüdlich das Blattwerk nach Nahrung ab. Er baut sein Nest bevorzugt am Boden, oft gut versteckt in dichter Vegetation oder an Böschungen. In unseren Breiten ist er ein seltener Gast, da er als extremer Langstreckenzieher (Vogel, der weite Distanzen zwischen Brut- und Winterquartier zurücklegt) normalerweise weiter nördlich brütet. Du kannst diesen Vogel unterstützen, indem du naturnahe Bereiche in deinem Garten belässt, in denen sich Insekten ungestört vermehren können. Strukturreiche Ecken mit dichtem Unterwuchs bieten ihm während seiner Rast wertvolle Deckung. Da er am Boden brütet, ist Ruhe in bodennahen Dickichten für solche Arten besonders wichtig. Eine Winterfütterung mit Körnern nützt ihm kaum, da er auf lebende Beute angewiesen ist. Ein Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel sichert ihm die nötige Nahrungsgrundlage.
Wie alle heimischen Singvögel steht der Wanderlaubsänger unter gesetzlichem Schutz; seine Nester dürfen während der Brutzeit nicht gestört werden. Es besteht eine hohe Verwechslungsgefahr mit anderen Laubsängern. Achte darauf, bodennahe Verstecke während der Zugzeiten vor Haustieren zu schützen.
Der Wanderlaubsänger gehört zur Familie der Laubsängerartigen (Phylloscopidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Nordeuropa über Sibirien bis nach Alaska, wobei er in Deutschland und den Nachbarländern meist als seltener Durchzügler erscheint. Er bewohnt bevorzugt lichte Wälder und weidenreiche Gebüsche. Von ähnlichen Arten wie dem Fitis unterscheidet er sich durch seinen kräftigeren Schnabel und den markanten, hellen Überaugenstreif.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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