Bild folgtKI-generierte IllustrationPhylloscopus ibericus Ticehurst, 1937
Auch bekannt als: Iberischer Zilpzalp
Der Iberienzilpzalp (Phylloscopus ibericus) ist ein kleiner, zierlicher Laubsänger mit grünlich-bräunlichem Gefieder und einer hellen Unterseite, der seinem nahen Verwandten, dem Zilpzalp, optisch fast gleicht. Dieser Vogel lässt sich am sichersten an seinem Gesang erkennen, der oft mit einem ansteigenden Element beginnt und weicher als der des heimischen Zilpzalps klingt. Als reiner Insektenfresser sucht er unermüdlich die Zweige Deiner Bäume und Sträucher nach kleinen Wirbellosen ab. Da er ein Langstreckenzieher (Vogel, der über weite Distanzen bis südlich der Sahara zieht) ist, bereichert er unsere Gärten nur in der warmen Jahreshälfte. Sein Nest baut er bevorzugt am Boden oder in sehr bodennaher Vegetation, gut versteckt in dichten Strukturen. Du kannst diesen Gast unterstützen, indem Du im Garten wilde Ecken mit Laub und dichtem Unterholz bewahrst. Verzichte während der Brutzeit auf radikale Rückschnitte an Hecken, um seine versteckten Brutplätze nicht freizulegen. Da er im Gebüsch nach Nahrung sucht, ist ein naturnaher Garten ohne Pestizide überlebenswichtig für ihn. Er ist ein nützlicher Helfer, der die Insektenpopulation in Deinen Gehölzen auf natürliche Weise reguliert. Nistkästen werden von dieser Art nicht angenommen, da sie ihre eigenen, gut getarnten Halbkugelnester im dichten Bewuchs errichtet.
Der Iberienzilpzalp ist als europäische Vogelart nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Da er ein Bodenbrüter ist, darf das Nest während der Aufzuchtzeit unter keinen Umständen gestört oder freigelegt werden. Besondere Vorsicht ist bei Gartenarbeiten im bodennahen Bereich geboten, um die gut getarnten Gelege nicht zu zerstören.
Dieser Singvogel gehört zur Familie der Laubsängerartigen (Phylloscopidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Sein Verbreitungsschwerpunkt liegt auf der Iberischen Halbinsel, doch als Ausbreitungstyp wird er zunehmend auch in Mitteleuropa registriert. Er bewohnt lichte Wälder, Parks und strukturreiche Gärten mit ausreichendem Unterwuchs. Von der Zwillingsart, dem Zilpzalp (Phylloscopus collybita), ist er morphologisch (äußerlich) kaum zu unterscheiden, was seine Bestimmung im Feld oft schwierig macht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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