Bild folgtKI-generierte IllustrationPhyllotreta cruciferae
An dem metallisch-grünen Glanz lässt sich der Grünglänzende Kohlerdfloh (Phyllotreta cruciferae) sofort erkennen. Er wird nur etwa zwei Millimeter groß, fällt dir aber durch sein abruptes Wegspringen bei Störung sofort auf. Pro Jahr entwickelt sich in unseren Gärten meist eine Generation. Die erwachsenen Käfer erwachen zeitig im Frühjahr aus ihrem Winterquartier und legen ihre Eier flach in die Erde oder direkt an den Wurzelhals ihrer Wirtspflanzen ab. Als Nahrung dienen heimische Kreuzblütler wie der Ackersenf (Sinapis arvensis) oder das Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris). Während die Larven an feinen Wurzeln fressen, verursachen die Käfer den charakteristischen Lochfraß an den Blättern. Den Winter überdauert das Tier als Imago (erwachsenes Insekt) in der Bodenstreu oder unter Laubschichten. Du kannst diesen Käfer im ökologischen Kreislauf unterstützen, indem du Wildkräuter wie das Barbarakraut (Barbarea vulgaris) in einer Gartenecke zulässt. Regelmäßiges Hacken oder Mulchen hilft dir zudem, den Boden feucht zu halten, was die Ausbreitung bei großer Trockenheit reguliert und deine Kulturpflanzen stärkt.
Völlig harmlos und ein fester Bestandteil der heimischen Insektenfauna. Er sticht und beißt nicht und kann von dir bedenkenlos beobachtet werden. Eine besondere Schutzwürdigkeit nach der Roten Liste besteht für diese häufige Art aktuell nicht.
Der Grünglänzende Kohlerdfloh gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Mit einer Körperlänge von 1,5 bis 2,5 Millimetern und seiner namensgebenden Färbung ist er ein typischer Vertreter der Erdflohkäfer. Er lebt phytophag (pflanzenfressend) und ist strikt an Kreuzblütengewächse gebunden. Sein biologisches Merkmal sind die verdickten Hinterschenkel, die ihm weite Sprünge zur Flucht vor Fressfeinden ermöglichen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →