Bild folgtKI-generierte IllustrationPhysalis angulata
Auch bekannt als: Physalis angulata
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
An ihren markanten, papierartigen Lampions, die die Früchte wie kleine Laternen umschließen, lässt sich Physalis angulata sofort erkennen. Diese krautige Pflanze (ein nicht verholzendes Gewächs) ist eine Bereicherung für sonnige Gartenbereiche, in denen sie von Juni bis August ihre hellen Blüten zeigt. Durch die Fernausbreitung ihrer extrem leichten Samen sorgt sie für eine natürliche Dynamik in deiner Gestaltung. Da die Art als nicht kindersicher eingestuft ist, solltest du bei der Standortwahl im Garten auf eine geschützte Lage achten. Für dich bietet sie die Chance, die Vielfalt der Nachtschattengewächse jenseits der klassischen Nutzpflanzen zu erleben und eine Strukturpflanze mit besonderer Fruchtform zu integrieren.
Filigrane Lampions von Juni bis August – ein Hingucker für warme Gartenplätze.
In der Zeit von Juni bis August stellt die Pflanze ihre Blüten bereit, was in der oft trockenen Hochsommerphase einen wertvollen Aspekt im Garten darstellt. Als krautiges Gewächs bietet sie mit ihren breiten Blättern Schutz und Schatten für Kleinstlebewesen am Boden. Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 0,56 Milligramm ausgesprochen leicht, was eine effiziente Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. So kann die Pflanze auch isolierte Standorte im Siedlungsraum erreichen und dort zur pflanzlichen Vielfalt beitragen. Da keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, ist sie vor allem als strukturbildendes Element und potenzieller Rückzugsort für bodenbewohnende Arten von Bedeutung. Die Früchte dienen nach der Reife im Herbst als potenzielles Nahrungsangebot für die heimische Fauna.
Die Pflanze ist in allen grünen Teilen sowie in den unreifen Beeren durch Bitterstoffe und Alkaloide (Physalin) leicht giftig. Ein Verzehr kann zu Vergiftungserscheinungen führen, weshalb sie für Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren nicht empfohlen wird. Im Falle einer versehentlichen Einnahme wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanze sie im Frühling (März bis Mai), sobald keine harten Fröste mehr zu erwarten sind.
Wähle einen vollsonnigen, warmen Platz in deinem Garten, damit die Früchte gut ausreifen können.
Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich sein; bei festem Boden hilft eine Gabe Sand als Entwässerung (Vermeidung von Staunässe).
Halte die Erde während der Wachstumsphase gleichmäßig feucht, aber vermeide ständiges Überfluten.
Ein Rückschnitt ist während der Saison nicht erforderlich, da die Pflanze krautig wächst.
Die Vermehrung erfolgt oft von selbst durch die leichten Samen (0,56 mg), die der Wind über weite Strecken tragen kann.
Im Herbst stirbt die Pflanze bei Frost ab und kann dann kompostiert werden.
Gute Partnerin: Wilde Malve (Malva sylvestris) – sie schätzt ebenfalls vollsonnige Standorte und bietet eine ergänzende Struktur im naturnahen Beet.
Die Pflanze gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) innerhalb der Ordnung der Nachtschattenartigen. In unseren Breiten wächst sie als einjährige, krautige Pflanze, da sie nicht verholzt und empfindlich gegenüber Frost ist. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst oft Ruderalstellen (durch menschliche Eingriffe entstandene Rohbodenflächen) und offene, warme Standorte. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch ihre breitblättrige Belaubung und den nach der Blüte stark vergrößerten Kelch aus, der die Frucht vollständig umschließt. Diese Lampion-Struktur ist ein typisches Merkmal der Gattung Physalis.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →