Bild folgtKI-generierte IllustrationPhyteuma nigrum × spicatum
Mit ihren walzenförmigen, meist bläulich-violetten Blütenständen fällt die Teufelskrallen-Hybride (Phyteuma nigrum × spicatum) sofort auf. Du erkennst sie an der besonderen Farbmischung, die genau zwischen den dunklen Tönen der einen und den hellen Tönen der anderen Elternart liegt. Als heimische Hybride (Kreuzung zweier Arten) ist sie ein spannendes Zeugnis natürlicher Dynamik und stärkt die genetische Vielfalt in deinem Garten. Da sie eine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht, trägt sie aktiv zur Gesundheit deines Gartenbodens bei. Schau doch mal genau hin, wie sich die Blüten von unten nach oben langsam öffnen.
Seltene Natur-Hybride: Einzigartige Farbtupfer für deinen Schattengarten.
Diese Pflanze geht eine arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Bodenpilzen und Pflanzenwurzeln) ein, die den Nährstoffkreislauf in deinem Garten verbessert. Auch wenn in der Datenbank keine spezifischen Bestäuberdaten für diese Hybride (Kreuzung) vorliegen, bereichert sie als heimische Art das Nahrungsangebot für Insekten mit langen Rüsseln. Sie dient als wichtiger Baustein für die Biodiversität (Vielfalt der Arten), indem sie die genetische Brücke zwischen ihren Elternarten schlägt. In den verblühten Samenständen finden Kleinstlebewesen im Herbst einen geschützten Platz. Die Wurzelstruktur trägt zur Stabilisierung des Bodenlebens bei.
Bitte achte darauf, dass diese Pflanze laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft ist. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten, auch wenn keine akute Vergiftungsgefahr dokumentiert ist. Verwechslungen mit stark giftigen Arten sind aufgrund der markanten, krallenförmigen Blütenform nahezu ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Wähle einen Standort im Halbschatten, idealerweise am lichten Rand von Gehölzen.
Der Boden sollte humusreich (reich an zersetztem organischen Material) und nicht zu trocken sein.
Da die Pflanze eine arbuskuläre Mykorrhiza (eine nützliche Pilzgemeinschaft an den Wurzeln) eingeht, solltest du auf Kunstdünger verzichten.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Pflanze nur, wenn der Boden offen (frostfrei) ist.
Halte die Erde gleichmäßig frisch, besonders in trockenen Sommerphasen.
Eine Vermehrung ist durch vorsichtige Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr möglich.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, du kannst die vertrockneten Stände als Winterschutz stehen lassen.
Gute Partnerin: Die Wald-Anemone (Anemone nemorosa) – beide Arten bevorzugen den lichten Schatten und ergänzen sich hervorragend in der natürlichen Waldrand-Optik.
Diese Pflanze gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und ist eine natürliche Kreuzung aus der Schwarzen Teufelskralle und der Ährigen Teufelskralle. Sie ist in Deutschland heimisch und tritt dort auf, wo sich die Lebensräume der Elternarten – meist Waldränder und Bergwiesen – überschneiden. Ein morphologisches (den Körperbau betreffendes) Merkmal sind die gekrümmten Einzelblüten, die vor dem Aufblühen wie kleine Krallen aussehen. Sie erreicht meist eine moderate Wuchshöhe und bevorzugt frische Standorte.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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