Bild folgtKI-generierte IllustrationPicoides tridactylus
Der Dreizehenspecht (Picoides tridactylus) ist etwa amselgroß und fällt durch sein schwarz-weißes Gefieder sowie den markanten gelben Scheitel der Männchen auf. Einzigartig ist, dass er an jedem Fuß nur drei Zehen besitzt, während die meisten anderen Spechte vier haben. Er ernährt sich vorwiegend als Insektenfresser und sucht seine Nahrung oft an kranken oder abgestorbenen Bäumen. Dabei hackt er die Rinde großflächig ab, um an darunterliegende Käferlarven zu gelangen. Als Höhlenbrüter zimmert er seine Behausungen selbst in weichem Holz von Baumstämmen. In unseren Breiten bleibt er das ganze Jahr über in seinem Revier und gilt somit als Standvogel (ein Vogel, der im Winter nicht wegzieht). Wenn Du diesen seltenen Gast unterstützen möchtest, solltest Du stehendes Totholz (abgestorbene Baumstämme) in Deinem Umfeld unbedingt erhalten. Künstliche Nistkästen nimmt er selten an, da er lieber selbst baut; daher ist der Erhalt von Altbäumen entscheidend. Im Februar kannst Du bereits sein rhythmisches Trommeln hören, mit dem er sein Revier markiert. Eine naturnahe Gestaltung ohne Pestizide (Giftstoffe zur Schädlingsbekämpfung) sorgt dafür, dass er ausreichend Nahrung findet.
Diese Art ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und darf während der Brutzeit nicht gestört werden. Das Entfernen belegter Höhlenbäume ist gesetzlich untersagt. Eine Verwechslung mit dem Buntspecht ist möglich, achte jedoch auf den gelben statt roten Scheitelfleck beim Männchen.
Der Dreizehenspecht gehört zur Familie der Spechte (Picidae) innerhalb der Ordnung der Spechtvögel. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er vor allem in höheren Lagen oder naturnahen Wäldern heimisch. Von anderen heimischen Spechten unterscheidet er sich deutlich durch das Fehlen jeglicher Rotfärbung im Gefieder. Er führt eine spezialisierte Lebensweise und ist stark auf ungestörte Flächen mit hohem Anteil an Totholz angewiesen. Taxonomisch wird er innerhalb der Gattung Picoides geführt, die weltweit verschiedene dreizehenfüßige Arten umfasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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