Bild folgtKI-generierte IllustrationPicus canus J.F.Gmelin, 1788
Der Grauspecht (Picus canus) faellt durch seinen aschgrauen Kopf, den olivgruenen Ruecken und seinen melancholisch abfallenden Ruf auf, der oft schon im Februar zu hoeren ist. Dieser heimische Vogel ist mit einer Koerperlaenge von etwa 30 Zentimetern zierlicher als sein bekannterer Verwandter, der Gruenspecht. Als spezialisierter Insektenfresser (Tier, das sich von Insekten ernaehrt) sucht er seine Nahrung vorwiegend am Boden, wobei er gezielt nach Ameisen und deren Larven stoebert. Seine Lebensweise ist eng an strukturreiche Landschaften mit altem Baumbestand gebunden. Er ist ein Standvogel (Vogel, der das ganze Jahr ueber im Brutgebiet bleibt) und wandert auch im Winter nicht ab. Zum Brueten ist er zwingend auf Baumhoehlen (in Holz gehaute Niststaetten) angewiesen, die er meist in weichem Laubholz selbst anlegt. Ihr koennt diesen nuetzlichen Gast unterstuetzen, indem ihr morsche Baeume oder hohes Totholz (abgestorbene Baumteile) im Garten stehen lasst. Da er seine Nahrung im Boden findet, ist ein giftfreier Garten ohne Pestizide (chemische Schaedlingsbekaempfungsmittel) ueberlebenswichtig fuer ihn. Eine winterliche Fuetterung mit Fettfutter wird gelegentlich angenommen, ersetzt aber nicht das natuerliche Nahrungsangebot. Wenn ihr im zeitigen Fruehjahr ein rhythmisches Trommeln hoert, markiert das Maennchen damit sein Revier. Durch das Belassen von Laubschichten bietet ihr ihm auch bei Kaelte Zugang zu verborgenen Insekten. Seine Anwesenheit ist ein Kompliment fuer jeden naturnah gestalteten Garten.
Der Grauspecht ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschuetzt und darf waehrend der Brutzeit nicht gestoert werden. Seine Nist- und Ruheplaetze in Baumhoehlen sind dauerhaft geschuetzt, weshalb Faellungen alter Baeume zuvor genau geprueft werden muessen.
Der Grauspecht (Picus canus) gehoert zur Familie der Spechte (Picidae) und ist in weiten Teilen der gemaessigten Zone Europas verbreitet. Er besiedelt bevorzugt lichte Laubmischwaelder, Streuobstwiesen und grosse Gaerten. Im Gegensatz zum Gruenspecht ist sein Gesicht fast zeichnungslos grau und nur das Maennchen traegt einen kleinen roten Stirnfleck. Als Erdspecht verbringt er deutlich mehr Zeit am Boden als andere Spechtarten, was ihn charakterisiert.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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