Bild folgtKI-generierte IllustrationPilosella bifurca
Auch bekannt als: Pilosella ×bifurca
Unverwechselbar ist das Gabelige Habichtskraut (Pilosella bifurca) an seinen charakteristisch verzweigten Bluetenstielen, die an den Enden leuchtend gelbe Bluetenkoerbe tragen. Diese Pflanze ist eine hochspezialisierte Bewohnerin fuer sonnige Trockenstandorte und magere Boeden, die in unseren Gaerten oft selten geworden sind. Als indigene (einheimische) Art ist sie perfekt an das hiesige Klima in Deutschland und Oesterreich angepasst und besetzt oekologische Nischen, in denen viele andere Pflanzen aufgeben. Sie zeigt dir durch ihren Wuchs genau an, ob die Naehrstoffarmut deines Bodens fuer Magerrasen-Spezialisten ausreicht. Wenn du einen Steingarten oder eine Trockenmauer hast, kannst du mit dieser Art einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der regionalen Flora leisten. Du wirst sehen, wie die Pflanze gerade in trockenen Vorsommer-Wochen zur wichtigen Futterquelle wird.
Die gelbe Spezialistin fuer karge Sonnenplaetze und echte Magerrasen-Idylle.
Nach aktuellen Bestaeubungsdaten liegt die Hauptbluetezeit in den Monaten Mai und Juni. In diesem Zeitraum stellt die Pflanze Nektar und Pollen auf extremen Trockenstandorten bereit, wo andere Arten oft noch nicht oder nicht mehr bluehen. Da sie in Deutschland und Oesterreich heimisch ist, ist sie optimal in das regionale Gefuege integriert. Ihre Blueten bieten eine verlaessliche Nahrungsquelle fuer Insekten der Magerrasen-Standorte. Da keine spezifischen Beziehungsdaten fuer einzelne Insektenarten vorliegen, ist vor allem ihre Funktion als Spezialistin fuer karge Flaechen hervorzuheben. Sie foerdert die Biodiversitaet, indem sie Standorte besiedelt, die fuer die meisten Zierpflanzen zu lebensfeindlich sind.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Habichtskraeuter enthaelt sie einen Milchsaft, der bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut reizend wirken kann. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgaengern, dennoch sollten Kinder im Garten fuer den vorsichtigen Umgang sensibilisiert werden. Die Pflanze ist fuer den Verzehr nicht geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Waehle einen Standort in der vollen Sonne, da die Pflanze viel Licht benoetigt.
Der Boden sollte trocken und unbedingt mager sein, da sie ein Schwachzehrer (benoetigt kaum Naehrstoffe) ist.
Pflanzzeit ist im Fruehling von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Du musst diese Art nicht zusaetzlich duengen; zu viel Stickstoff schadet ihrem kompakten Wuchs.
Giessen ist nur bei extrem langer Trockenheit in der Anwachsphase noetig.
Die Vermehrung klappt am besten ueber die natuerliche Selbstaussaat oder durch Teilung der Rosetten.
Ein Rueckschnitt nach der Bluete ist nicht erforderlich, kann aber die Bildung neuer Rosetten anregen.
Da sie sehr robust ist, braucht sie keinen Winterschutz.
Gute Partnerin: Der Echt-Schafschwingel (Festuca ovina) – beide teilen die Vorliebe fuer karge Standorte und bilden eine natuerliche Pflanzengemeinschaft.
Achte darauf, dass staerkere Nachbarpflanzen sie nicht ueberwuchern, da sie konkurrenzschwach gegenueber Prachtstauden ist.
Das Gabelige Habichtskraut (Pilosella bifurca) gehoert zur grossen Familie der Korbbluetler (Asteraceae). Es ist in Deutschland und Oesterreich beheimatet und besiedelt dort vor allem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Morphologisch faellt es durch seine bodenstaendigen Rosetten und die namensgebende Gabelung der meist zwei- bis dreikoepfigen Bluetenstaende auf. Die Art gilt als Indigen (einheimisch) und ist ein typischer Vertreter der Flora trocken-warmer Standorte.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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