Bild folgtKI-generierte IllustrationPilosella leptoclados
Auch bekannt als: Pilosella leptoclados
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer das Zierliche Habichtskraut (Pilosella leptoclados) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen feinen, gelben Korbblüten (aus vielen Zungenblüten zusammengesetzte Blütenköpfe) und den zierlichen, behaarten Blättern ist es eine unaufdringliche Schönheit. In deinem Naturgarten spielt es eine wichtige Rolle als Futterpflanze für spezialisierte Scheckenfalter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder Melitaea varia. Da es auf extrem mageren Standorten gedeiht, schließt es ökologische Nischen, in denen kaum andere Pflanzen überleben. Wenn du sonnige, trockene Ecken im Garten hast, kannst du mit dieser Art gezielt die Artenvielfalt fördern. Probiere es aus und schaffe einen wertvollen Lebensraum auf kargem Boden.
Die zierliche Hungerkünstlerin: Ein Magnet für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Habichtskraut eine wertvolle Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge. Dazu gehören der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) sowie die Arten Melitaea varia, Melitaea aetherie und Melitaea ornata. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) suchen die Blüten auf. Für die Insektenwelt dient die bodennahe Rosette zudem als geschützter Rückzugsort in offenen Landschaften. Da die Pflanze heimisch ist, fügt sie sich perfekt in das lokale Ökosystem ein. In den Wintermonaten bieten die vertrockneten Samenstände kleinen Singvögeln eine willkommene Nahrungsergänzung.
Das Zierliche Habichtskraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Der im Stängel enthaltene Milchsaft und die feinen Borstenhaare können bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzenarten. Im Garten sollte die Pflanze daher eher an Stellen stehen, die nicht als primäre Spielfläche für Kleinkinder dienen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen Standort in voller Sonne, da die Pflanze einen Lichtwert von 8 hat (Lichtgenuss bei mindestens 40 Prozent der vollen Tageshelligkeit).
Der Boden sollte trocken und durchlässig sein, passend zum Feuchtewert 2 (Trockniszeiger).
Achte darauf, dass die Erde nährstoffarm ist (Stickstoffwert 2), da die Pflanze auf gedüngten Böden schnell von Gräsern verdrängt wird.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Setze die Jungpflanzen so tief ein, wie sie im Topf standen, und halte den Boden nur in der Anwachsphase leicht feucht.
Düngen ist absolut zu vermeiden, da dies der Pflanze und der Mykorrhiza (Pilz-Wurzel-Symbiose) schadet.
Die Vermehrung erfolgt meist unkompliziert über oberirdische Ausläufer.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Stängel über den Winter für Insekten stehen.
Als Begleitpflanze eignet sich hervorragend die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum).
Beide Arten teilen die Vorliebe für trockene, magere Standorte und ergänzen sich optisch sowie ökologisch perfekt.
Das Zierliche Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Es ist in Deutschland heimisch (indigen) und besiedelt vorrangig Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzwurzeln und Pflanze), die die Nährstoffaufnahme auf kargen Böden optimiert. Die Pflanze wächst meist niedrig mit einer bodenständigen Blattrosette und schmalen, behaarten Blättern. In der Natur ist es ein typischer Bewohner kalkhaltiger, sonniger Hänge.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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