Bild folgtKI-generierte IllustrationPilosella longisquama
Auch bekannt als: Pilosella ×longisquama, Pilosella × longisquama (Peter) Holub
Schon von weitem fällt das Langschuppige Habichtskraut (Pilosella longisquama) durch seine silbrig-behaarten Blattrosetten und die leuchtend gelben Korbblüten auf. Als einheimische (indigene) Wildpflanze ist sie perfekt an unser Klima angepasst und besiedelt Stellen im Garten, an denen es anderen zu trocken ist. Da sie laut Roter Liste derzeit nicht gefährdet (*) ist, kannst Du sie wunderbar zur Förderung der regionalen Artenvielfalt einsetzen. Als Bodennerin schützt sie das Erdreich vor Austrocknung und bietet kleinen Bodenbewohnern wichtigen Lebensraum. Wenn Du eine robuste Pflanze für karge Ecken suchst, ist dieses Habichtskraut genau die richtige Wahl für Dich.
Heimische Spezialistin für extrem sonnige und trockene Gartenplätze.
Als indigene (einheimische) Art übernimmt das Langschuppige Habichtskraut eine wichtige Funktion im ökologischen Gefüge Deines Gartens. Die offenen Korbblüten (blütenähnliche Köpfchen) bieten eine leicht zugängliche Nahrungsquelle für verschiedene Wildbienen und andere Bestäuber, die auf sonnige Magerstandorte spezialisiert sind. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als natürliche Futterquelle für Vögel wie den Stieglitz (Carduelis carduelis). Durch den mattenartigen Wuchs der Rosetten wird zudem die Verdunstung am Boden reduziert, was das Kleinklima für bodennah lebende Insekten verbessert.
Bitte beachte, dass das Langschuppige Habichtskraut laut aktuellen Daten als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest Du daher Vorsicht walten lassen. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Behaarung jedoch kaum.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Das Langschuppige Habichtskraut ist ein genügsamer Bewohner für schwierige Gartenstellen.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz auf sehr trockenem Untergrund.
Boden: Er sollte nährstoffarm sein; Sand- oder Schotterböden sind ideal. Eine Düngung ist nicht erforderlich.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, sofern der Boden offen ist.
Wasser: Nur junge Pflanzen benötigen anfangs Wasser, etablierte Exemplare überstehen lange Hitzeperioden ohne Gießen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Lass die verblühten Stängel stehen, damit sich die Pflanze versamen kann.
Vermehrung: Sie verbreitet sich selbstständig über ihre Ausläufer (Kriechsprosse).
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Sand-Grasnelke (Armeria maritima). Beide Arten bevorzugen extrem magere Standorte und ergänzen sich wunderbar in ihrer Wuchsform.
Das Langschuppige Habichtskraut (Pilosella longisquama) ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch (indigen) und kommt vor allem auf Trocken- und Magerrasen (nährstoffarme, sonnige Wiesen) vor. Ein markantes Merkmal sind die namensgebenden langen Hüllblätter (die kleinen Blättchen unter dem Blütenkopf) und die Bildung oberirdischer Ausläufer (Kriechsprosse), mit denen sich die Pflanze flächig ausbreitet.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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