Bild folgtKI-generierte IllustrationPilosella piloselloides
Auch bekannt als: Florentiner Habichtskraut
An ihren hochgewachsenen, beinahe blattlosen Stängeln mit den leuchtend gelben Blütenköpfchen lässt sich das Florentiner Habichtskraut (Pilosella piloselloides) sofort erkennen. Diese heimische Art ist ein wahrer Spezialist für trockene, magere Standorte und bereichert deinen Garten von Mai bis August mit einer beachtlichen Blütezeit. In der ökologischen Gartengestaltung ist sie besonders wertvoll, da sie Lücken auf kargen Böden füllt, an denen anspruchsvollere Pflanzen scheitern. Da sie indigen (heimisch) ist, fügt sie sich perfekt in die regionalen Lebensgemeinschaften ein und dient als verlässliche Nahrungsquelle. Wenn du sonnige, schwierige Ecken ökologisch aufwerten möchtest, machst du mit dieser Pflanze alles richtig.
Sonnengelbe Ausdauer: Das heimische Habichtskraut für extrem trockene Standorte.
Nach den vorliegenden Bestäubungsdaten bietet das Florentiner Habichtskraut von Mai bis August ein kontinuierliches Nahrungsangebot. Da es als indigene (heimische) Art perfekt an unsere Umwelt angepasst ist, wird es von regionalen Bestäubern als verlässliche Nektarquelle genutzt. Besonders in den heißen Hochsommermonaten, wenn viele Wiesen bereits verblüht sind, schließt dieses Habichtskraut eine wichtige Versorgungslücke. Die Samenstände können im Winter stehen gelassen werden und bieten kleinen Lebewesen in der kalten Jahreszeit eine schützende Struktur im Garten. So förderst du die natürliche Artenvielfalt auf ganz einfache Weise.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Der Kontakt mit dem Milchsaft oder den feinen Härchen kann bei empfindlicher Haut zu Reizungen führen. Es empfiehlt sich daher, beim Pflanzen oder Teilen der Staude Handschuhe zu tragen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht an ihren typischen trockenen Standorten nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.69 m
Wähle für das Florentiner Habichtskraut den sonnigsten Platz in deinem Garten. Der Boden sollte unbedingt mager (nährstoffarm) und trocken sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist. Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Standort: Vollsonnig und trocken.
Boden: Sandig-kiesig, bloß keine schwere Blumenerde oder Dünger verwenden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, das Stehenlassen der Stängel fördert die natürliche Aussaat.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich unkompliziert über Ausläufer und Samen selbst aus.
*Gute Partnerin:* Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend.
Das Florentiner Habichtskraut (Pilosella piloselloides) gehört zur Familie der Korbblütler und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (heimisch). Es besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und ist an nährstoffarme Verhältnisse angepasst. Charakteristisch ist die bodenständige Blattrosette, aus der die meist mehrköpfigen Blütenstände entspringen. Als ausdauernde, krautige Pflanze ist sie ein typischer Vertreter der Magerrasenflora und gilt nach aktuellen Daten in ihrem Bestand als gesichert (Rote Liste *).
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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