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Pinguicula grandiflora
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Auch bekannt als: Großblütiges Fettkraut
An ihren hellgrünen, fettig glänzenden Blättern, die in einer Rosette flach am Boden liegen, lässt sich das Großblütige Fettkraut (Pinguicula grandiflora) sofort erkennen. In deinem Garten ist sie eine botanische Besonderheit für spezialisierte Feuchtstellen oder den Rand eines kalkreichen Teichs. Da sie sensibel auf Nährstoffe reagiert, zeigt sie dir zuverlässig an, ob die Standortbedingungen in deinem Biotop stimmen. Wenn du eine Leidenschaft für alpine Raritäten hast, wird dich diese kleine Jägerin begeistern.
Alpine Fleischfresserin: Die klebrige Spezialistin für kalkreiche Feuchtstellen.
Da für diese Art aktuell keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, betrachten wir ihre einzigartige Rolle im Stoffkreislauf karger Lebensräume. Als fleischfressende Pflanze besetzt sie eine ökologische Nische, indem sie Stickstoff aus tierischem Eiweiß gewinnt. Sie fängt mit ihren klebrigen Blättern kleine Trauermücken (Sciaridae) oder Springschwänze (Collembola) und zersetzt diese mit Enzymen (biochemische Werkzeuge zur Verdauung). Damit reguliert sie auf natürliche Weise die Population kleiner Insekten in ihrem Umfeld. In feuchten Alpingärten trägt sie zur Stabilisierung spezialisierter Lebensgemeinschaften an Quellhorizonten (Stellen, an denen Wasser austritt) bei.
Das Großblütige Fettkraut ist laut Datenbank nicht kindersicher. Auch wenn keine akuten Vergiftungen bekannt sind, sollte die Pflanze aufgrund ihrer empfindlichen Biologie und der speziellen Standortansprüche außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflegt werden. So schützt man auch die Fangblätter vor mechanischen Schäden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,14 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Das Großblütige Fettkraut gehört zur Familie der Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae) und ist in den Gebirgsregionen Österreichs beheimatet. Es besiedelt dort bevorzugt kalkreiche Niedermoore (nährstoffarme Feuchtgebiete) und nasse Sickerstellen an Felsen. Die Pflanze bildet eine grundständige Rosette aus ovalen, fleischigen Blättern, die mit klebrigen Drüsenhaaren besetzt sind. Charakteristisch ist die lang gespornte, violette Blüte, die an einem aufrechten Stiel weit über den Blättern schwebt und eine markante Unterlippe besitzt.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•TRY v6.0 / Ecological Flora of the British Isles flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Fitter, A. H. & Peat, H. J. (1994). The Ecological Flora Database. Journal of Ecology 82:415–425.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 05.02.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.