Bild folgtKI-generierte IllustrationPinus wallichiana
Auch bekannt als: Wallichkiefer, Tränen-Kiefer, Wallich-Kiefer, Tränenkiefer
An den blaugrünen, seidig herabhängenden Nadelbüscheln lässt sich die Tränen-Kiefer (Pinus wallichiana) sofort erkennen. Für dich als Gärtner ist sie ein imposanter Solitärbaum, der Struktur und Beständigkeit bietet. In den dichten Zweigen finden Vögel das ganze Jahr über Schutz vor Witterung und Feinden. Wenn du den Platz für dieses stattliche Gehölz hast, schaffst du ein dauerhaftes Element für die lokale Artenvielfalt. Du wirst die beruhigende Wirkung ihrer sanften Nadelbewegungen im Wind sicher bald zu schätzen wissen.
Elegante Riesin: Die Tränen-Kiefer bringt Struktur und wintergrüne Beständigkeit.
Die Tränen-Kiefer übernimmt im Garten vor allem eine wichtige Schutzfunktion. Durch ihren dichten Wuchs bietet sie ganzjährig einen sicheren Rückzugsort für Vögel und Kleinsäuger. Im Winter, wenn Laubbäume kahl sind, dient sie als Windschutz und Schlafplatz. Da für diese spezielle Art keine spezifischen Daten zu Bestäubern oder Raupen vorliegen, liegt ihr ökologischer Wert primär in der Bereitstellung von Lebensraum und Struktur. Die produzierten Samen in den großen Zapfen stellen eine potenzielle Nahrungsquelle für spezialisierte Samenfresser dar. Ihre Präsenz in Österreich trägt zur forstlichen und gärtnerischen Vielfalt der Nadelmischbestände bei.
Die Tränen-Kiefer wird als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt an den enthaltenen Harzen und ätherischen Ölen, die bei empfindlichen Personen oder nach Verzehr von Pflanzenteilen Reizungen auslösen können. Eine Verwechslung mit der hochgiftigen Eibe (Taxus baccata) ist aufgrund der extrem langen, weich hängenden Nadeln der Tränen-Kiefer nahezu ausgeschlossen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
—
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Pflanzenhöhe
50 m
Wähle für dieses Gehölz einen sonnigen Platz mit viel Freiraum, damit die Krone ihre volle Pracht entfalten kann.
Boden: Er sollte gut durchlässig und eher sandig-lehmig sein.
Staunässe vermeiden: Achte darauf, dass kein Wasser im Boden steht und die Wurzeln erstickt, das verträgt sie gar nicht.
Pflanzzeit: Setze den Baum zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist bei diesem Nadelbaum nicht notwendig und würde den natürlichen Wuchs ruinieren.
Vermehrung: Im Garten erfolgt die Vermehrung meist über Samen aus den Zapfen, was jedoch Geduld erfordert.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Berg-Kiefer (Pinus mugo), da beide ähnliche Ansprüche an Licht und Boden stellen und gemeinsam einen naturnahen Gebirgscharakter im Garten erzeugen.
Die Tränen-Kiefer (Pinus wallichiana) gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) innerhalb der Ordnung der Kiefernartigen. In unserer Region wird sie speziell für Österreich als heimisch ausgewiesen, wo sie in bergigen Lagen passende Lebensräume findet. Ein markantes Merkmal sind die bis zu 20 Zentimeter langen Nadeln, die immer zu fünft an den Kurztrieben (verkürzte Seitentriebe) sitzen. Die Zapfen sind langgestreckt und oft von Harztropfen überzogen, was ihr den deutschen Namen eingebracht hat. Die Rinde bleibt lange Zeit glatt und färbt sich erst im hohen Alter rissig.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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