Bild folgtKI-generierte IllustrationPipistrellus hanaki
Auch bekannt als: Hanaks Zwergfledermaus, Hanéak-Zwergfledermaus
Hanaks Zwergfledermaus (Pipistrellus hanaki) ist ein winziges, nachtaktives Säugetier mit einem dichten, bräunlichen Fell und einer sehr geringen Körpergröße. Diese Fledermausart bevorzugt waldreiche Gebiete oder Gärten mit altem Baumbestand als Lebensraum. Du wirst sie vor allem in der Dämmerung beobachten können, wenn sie geschickt nach fliegender Beute jagt. Als reiner Insektenfresser (Tier, das sich von Insekten und Spinnentieren ernährt) spielt sie eine wichtige Rolle im biologischen Gleichgewicht deines Gartens. Den Winter verbringt das Tier im Winterschlaf (ein Ruhezustand mit stark abgesenktem Stoffwechsel), versteckt in frostsicheren Spalten oder Höhlen. Im Februar ruhen die Tiere noch tief und fest und dürfen keinesfalls gestört werden. Du kannst diesen nützlichen Gästen helfen, indem du spezielle Fledermauskästen in mindestens drei Metern Höhe anbringst. Das Belassen von Totholz und alten Bäumen bietet ihnen zudem natürliche Verstecke. Da sie auf ein reiches Angebot an Wirbellosen angewiesen sind, ist ein naturnaher Garten ohne Pestizide (chemische Pflanzenschutzmittel) die beste Unterstützung. Ein Teich oder eine Tränke in der Nähe wird von den Tieren ebenfalls gerne zur Wasseraufnahme im Flug genutzt.
Diese Tierart ist nach dem Naturschutzgesetz streng geschützt und darf weder gefangen noch in ihren Quartieren gestört werden. Ein eigenmächtiges Umsiedeln ist nicht zulässig. Bei Fund eines verletzten Tieres solltest du dicke Handschuhe tragen, da Fledermäuse zur Verteidigung beißen können.
Die Hanaks Zwergfledermaus gehört zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) innerhalb der Gattung der Zwergfledermäuse. Ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet, zählt sie zu den kleinsten europäischen Fledermausarten. Sie gilt als typische Waldfledermaus, die jedoch auch in strukturreichen Siedlungsrändern nach Nahrung sucht. Ihre Lebensweise ist durch die Jagd im freien Luftraum und die Nutzung von engen Spaltenquartieren geprägt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →