Bild folgtKI-generierte IllustrationPiratula uliginosa (Thorell, 1856)
Der Sumpfpirat (Piratula uliginosa) ist eine winzige, flinke Wolfspinne (Lycosidae), die keine Netze webt, sondern ihre Beute am Boden aktiv erjagt. Diese heimische Art ist meist dunkel gefärbt und perfekt an das Leben in der Krautschicht (Bodenschicht aus Gräsern und kleinen Pflanzen) angepasst. Da sie ein aktiver Jäger ist, findest Du bei ihr keine klassischen Radnetze, was sie zu einem sehr unauffälligen Mitbewohner macht. Ihr Habitat (Lebensraum) umfasst vor allem feuchte Bereiche, Moospolster oder die Umgebung von kleinen Wasserstellen in Deinem Garten. Als Nützling vertilgt sie kleine Insekten und andere Wirbellose, wodurch sie das biologische Gleichgewicht unterstützt. Du kannst diesem Tier helfen, indem Du bodennahe Strukturen wie Laub oder Moos unangetastet lässt. Solche Rückzugsorte sind besonders in den Wintermonaten überlebenswichtig für die kleine Spinne. Da sie keine Pflanzen schädigt, gibt es keinen Grund, gegen sie vorzugehen. Ein naturnaher Garten mit feuchten Ecken bietet ihr die ideale Grundlage. Im Februar ruht sie meist noch geschützt in der Bodenstreu und wartet auf wärmere Tage.
Der Sumpfpirat ist für Menschen absolut harmlos und verhält sich äußerst scheu. Ein Biss ist aufgrund der geringen Größe der Kieferwerkzeuge nicht möglich. Es besteht keinerlei Verletzungs- oder Vergiftungsgefahr bei der Gartenarbeit oder zufälligen Begegnungen.
Taxonomisch wird der Sumpfpirat in die Familie der Wolfspinnen (Lycosidae) und die Ordnung der Webspinnen (Araneae) eingeordnet. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Die Art erreicht eine Körpergröße von etwa 4 bis 5 Millimetern und ist eng an feuchte Standorte gebunden. Als Bodenbewohner spielt sie eine wichtige Rolle im ökologischen Nahrungsnetz der Bodenfauna (Tierwelt des Bodens).
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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