Bild folgtKI-generierte IllustrationPleurotaenium clavatum
Auch bekannt als: Pleurotaenium clavatum
An ihren keulenförmig verdickten Enden der stabförmigen Zellen lässt sich Pleurotaenium clavatum unter dem Mikroskop sofort erkennen. Sie fungiert als wichtige Sauerstoffquelle und bildet die Nahrungsgrundlage für kleinste Wasserorganismen. Auch wenn du sie mit bloßem Auge kaum wahrnimmst, ist sie ein Indikator für eine gute Wasserqualität und ein funktionierendes Ökosystem. Achte darauf, dein Teichwasser nährstoffarm zu halten, damit dieser winzige Helfer gedeihen kann. Ein genauer Blick in die Wasserwelt deines Gartens lohnt sich auch im Februar.
Die unsichtbare Sauerstofffabrik für einen lebendigen Gartenteich.
Als Teil des pflanzlichen Planktons (im Wasser schwebende Kleinstlebewesen) bildet diese Alge das Fundament der Nahrungskette in deinem Gartenteich. Nach aktuellen Bestäubungsdaten gibt es keine direkten Besuche von Insekten, da die Pflanze unter Wasser lebt. Dennoch ist sie ökologisch wertvoll, da sie durch Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht) Sauerstoff produziert. Davon profitieren indirekt Wasserbewohner wie die Larven der Gebänderten Prachtlibelle (Calopteryx splendens). Winzige Krebstiere nutzen die Algenzellen zudem als Nahrungsgrundlage. Ein gesundes Vorkommen zeigt dir, dass die Biologie deines Teiches im Gleichgewicht ist. So unterstützt du indirekt die gesamte Vielfalt der heimischen Wasserwelt.
Die Datenbank stuft diese Art als nicht kindersicher ein. Da sie ausschließlich in Wasserlebensräumen wie Teichen vorkommt, bezieht sich dies vor allem auf die allgemeine Gefahr offener Wasserstellen für Kleinkinder. Eine direkte Giftwirkung für Mensch oder Tier ist nicht bekannt, dennoch sollte der Zugang zu Teichen immer gut abgesichert sein.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Diese Art besiedelt sonnige bis halbschattige Bereiche in naturnahen Gartenteichen.
Wasserbeschaffenheit: Sie bevorzugt sauberes, eher nährstoffarmes Wasser ohne starke künstliche Strömung.
Pflanzzeit: Eine Ansiedlung erfolgt meist indirekt durch das Einsetzen heimischer Wasserpflanzen zwischen März bis Mai oder September bis November.
Boden: Ein natürliches Substrat aus Sand oder feinem Kies am Teichgrund fördert das mikrobiologische Gleichgewicht.
Pflege: Entferne regelmäßig herabgefallenes Laub aus dem Wasser, um eine Überdüngung zu vermeiden.
Vermehrung: Unter günstigen Bedingungen vermehrt sich die Alge durch einfache Zellteilung von ganz allein.
Sicherheit: Da die Art laut Datenbank als nicht kindersicher gilt, ist eine Sicherung der Wasserstelle im Garten unbedingt erforderlich.
Kombinationsempfehlung: Das Rauhe Hornblatt (Ceratophyllum demersum) ist eine ideale Partnerin im Wasser.
Ökologische Begründung: Beide Arten entziehen dem Wasser überschüssige Nährstoffe und beugen so einer unerwünschten Trübung vor.
Zusammen sorgen sie für ein klares Gartenbiotop und bieten Lebensraum für zahlreiche Kleinsttiere.
Pleurotaenium clavatum gehört zur Gruppe der Zieralgen (Desmidiales) und ist eine einzellige Grünalge. In der Region ist sie als heimische Art in Österreich dokumentiert, wo sie vor allem in sauberen, stehenden Gewässern vorkommt. Die Zelle besteht aus zwei symmetrischen Halbzellen, die in der Mitte durch eine leichte Einschnürung verbunden sind. Diese morphologische Besonderheit dient unter dem Mikroskop als wichtiges Bestimmungsmerkmal. Als Primärproduzent wandelt sie Lichtenergie in organische Substanz um und stabilisiert so den Sauerstoffhaushalt kleinerer Wasserbiotope.
•NaturkompassDB
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