Bild folgtKI-generierte IllustrationPluvialis dominica (P.L.S.Müller, 1776)
Auch bekannt als: Amerikanischer Goldregenpfeifer, Kleiner Goldregenpfeifer, Prärie-Goldregenpfeifer, Wanderregenpfeifer
P.L.S.Müller, 1776
Der Kleine Goldregenpfeifer (Pluvialis dominica) faellt durch sein oberseits goldbraun gesprenkeltes Gefieder und den oft floetenden Ruf auf. Diese Voegel erreichen etwa die Groesse einer Drossel und bewegen sich meist ruckartig rennend auf freien Flaechen fort. Als typische Insektenfresser (Tiere, die sich vorwiegend von Wirbellosen ernaehren) suchen sie im Boden nach Nahrung. Ihr Nest legen sie als Bodenbrueter (Vogel, der sein Nest direkt auf der Erde anlegt) in einer flachen Mulde an. Da sie zu den Langstreckenziehern (Zugvoegel mit sehr weiten Wanderwegen) gehoeren, sind sie in Deinem Garten meist nur als seltene Gaeste auf dem Durchzug zu beobachten. In der Gartenkultur wirst Du sie kaum beim Brueten antreffen, sondern eher als rastende Besucher auf weiten Rasenflaechen oder offenen Beeten. Um ihnen zu helfen, kannst Du offene Bodenstellen belassen und auf chemische Mittel verzichten, damit reichlich Nahrung vorhanden ist. Ruhe ist fuer diese scheuen Tiere besonders wichtig, wenn sie Kraft fuer ihren Weiterflug sammeln. Ein naturnaher Garten bietet ihnen die noetige Ruhepause.
Wie alle heimischen Vogelarten steht auch dieser Regenpfeifer unter dem Schutz der allgemeinen Naturschutzbestimmungen. Da er bei uns fast ausschliesslich rastet, ist das Stoeren der Tiere auf offenen Flaechen unbedingt zu vermeiden. Eine Verwechslung mit dem sehr aehnlichen Goldregenpfeifer ist fuer Laien oft nur schwer auszuschliessen.
Der Kleine Goldregenpfeifer gehoert zur Familie der Regenpfeifer (Charadriidae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Obwohl seine Hauptbrutgebiete in der Arktis liegen, wird er in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz regelmaessig als seltener Gast registriert. Diese Art ist fuer ihre enorme Ausdauer bei Transozeanfluegen bekannt. Er unterscheidet sich vom heimischen Goldregenpfeifer vor allem durch seine schlankere Gestalt und die laengeren Fluegelspitzen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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