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Poa bulbosa
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Auch bekannt als: pâturin bulbeux, Knolliges Rispengras
Du erkennst das Zwiebel-Rispengras (Poa bulbosa) sofort an seinen markanten, zwiebelartig verdickten Halmbasen und den Ährchen, die oft kleine Jungpflanzen statt Samen tragen. Diese Überlebenskünstlerin ist perfekt für extrem trockene und nährstoffarme Stellen im Garten geeignet, an denen andere Pflanzen längst aufgeben. Da es ein heimischer Spezialist für Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) ist, fördert es die natürliche Vielfalt auf kargen Böden. Auch wenn keine spezifischen Daten zu Insektenbesuchern vorliegen, bereichert es die Struktur deines Naturgartens ungemein. Schau dir diesen genügsamen Nachbarn einmal genauer an – er wird dich durch seine Anpassungsfähigkeit überraschen.
Genügsamer Überlebenskünstler für die trockensten Ecken im Garten.
In der freien Natur ist das Zwiebel-Rispengras ein wichtiger Festiger für offene Bodenstellen in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Da für diese Art aktuell keine spezifischen Beziehungsdaten zu Bestäubern oder Raupen vorliegen, lässt sich die ökologische Bedeutung vor allem durch die Nischenbesetzung an Extremstandorten definieren. Es bietet in lückiger Vegetation Schutz und Struktur für bodenbewohnende Lebewesen. Die Brutzwiebeln stellen zudem eine potenzielle Nahrungsquelle für kleine Vögel oder Nagetiere dar. Durch seine Genügsamkeit trägt es zur Stabilisierung empfindlicher, trockener Ökosysteme bei, ohne andere Arten zu verdrängen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,167 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Das Zwiebel-Rispengras (Poa bulbosa) gehört zur Gruppe der Rispengräser und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind lückige Trockenrasen und magere Weiden auf sandigen oder steinigen Böden. Eine botanische Besonderheit ist die Viviparie (Lebendgeburt), bei der sich die Blüten zu kleinen Brutknöllchen umwandeln. Mit seinem Status auf der Roten Liste als ungefährdet gilt es als stabiler Bestandteil unserer regionalen Flora.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.