Bild folgtKI-generierte IllustrationPoa remota
Auch bekannt als: Entferntblütige Rispengras, Lockerblütiges Rispengras
An den auffallend weit auseinanderstehenden Ährchen in der lockeren Rispe lässt sich das Entferntährige Rispengras (Poa remota) sofort erkennen. Dieses stattliche Gras ist ein idealer Bewohner für die schattigeren, feuchten Ecken deines Gartens und bringt durch seinen lockeren Wuchs eine angenehme Leichtigkeit in die Gestaltung. Da es auf der Vorwarnliste der Roten Liste (V) steht, leistest du mit der Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es bietet wichtige Strukturen für die Bodenfauna und bereichert als heimische Wildpflanze das ökologische Gefüge deines Waldgartens. Wenn du einen Platz mit nährstoffreichem Boden hast, kannst du diese seltene Art wunderbar bei dir fördern.
Seltene Wildpflanze für feuchte Schattenplätze: Schütze eine gefährdete Art.
Als heimische Grasart ist das Entferntährige Rispengras ein wichtiger Bestandteil des Nährstoffkreislaufs in feuchten Waldgesellschaften. Da es als gefährdet (Rote Liste V) gilt, fungiert dein Garten als wertvolles Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum zwischen isolierten Naturflächen) für diese Art. Durch die Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) unterstützt es die Gesundheit des Gartenbodens und verbessert die Bodenstruktur. Kleinsäuger und Laufkäfer finden in den dichten Halmen Schutz und Deckung. Die Samen bieten zudem eine natürliche Nahrungsquelle für verschiedene Samenfresser unter den Singvögeln während der Wintermonate.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.87 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten. Das Gras benötigt eine frische (mäßig feuchte) bis feuchte Umgebung.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt es einen nährstoffreichen, fetten Boden; eine Gabe Kompost im Frühjahr fördert das Wachstum.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Pflanzung ist von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im spät ausgehenden Winter vor dem Neuaustrieb notwendig.
Vermehrung: Du kannst den Stock im zeitigen Frühjahr teilen, um das Gras an weiteren Stellen anzusiedeln.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist der Wald-Ziest (Stachys sylvatica) – beide teilen die Vorliebe für feuchte, nährstoffreiche Schattenplätze und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Das Entferntährige Rispengras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Mitteleuropa heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind sickerfrische, nährstoffreiche Waldränder und Auenwälder. Du erkennst es an den schlaff überhängenden Rispenästen und den recht breiten, hellgrünen Blättern, die ihm ein sehr weiches Erscheinungsbild verleihen. Als Indigene Art (ursprünglich einheimisch) ist es hervorragend an unser Klima angepasst und kommt sowohl mit kühlen als auch mit feuchten Lagen bestens zurecht.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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