Bild folgtKI-generierte IllustrationPolygonum arenastrum subsp. calcatum
Auch bekannt als: Polygonum arenastrum subsp. calcatum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer den Niedrigen Trittrasen-Knöterich (Polygonum arenastrum subsp. calcatum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er bildet extrem flache, dichte Teppiche direkt auf dem Boden, wobei die kleinen Blätter oft dachziegelartig übereinanderliegen. Im Naturgarten ist dieser Überlebenskünstler unverzichtbar für Standorte, an denen andere Pflanzen kapitulieren, wie etwa verdichtete Gartenwege oder Pflasterfugen. Er dient spezialisierten Faltern wie dem Perlmuttfalter (Boloria angarensis) als wichtige Nahrungsquelle. Wenn Du eine ökologisch wertvolle Lösung für Deine beanspruchten Wege suchst, ist dieser Knöterich genau die richtige Wahl für Dich. Er zeigt Dir, dass Biodiversität selbst im kleinsten Zwischenraum stattfindet.
Der Teppichkünstler für Deine Wege: Trittfest, robust und Falter-Magnet.
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Trotz seiner unscheinbaren Erscheinung ist er ökologisch hochrelevant. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Nördliche Perlmuttfalter (Boloria frigga) und der Arktische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) von dieser Pflanze. Unter der Erde bildet er eine Lebensgemeinschaft mit der Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einer Form der Pilzsymbiose, die den Nährstoffaustausch im Boden fördert. Im Spätherbst und Winter bieten die produzierten Samen eine lebensnotwendige Nahrungsgrundlage für kleine Singvögel, die in der ausgeräumten Landschaft sonst kaum Futter finden würden.
Die Pflanze wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bei Knöterichen dieser Gruppe bekannt sind, ist in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten, um ein Verschlucken von Pflanzenteilen zu vermeiden. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten im selben Lebensraum besteht aufgrund des speziellen Wuchsbildes kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Der Niedrige Trittrasen-Knöterich ist ein Spezialist für extreme Lagen und braucht kaum Aufmerksamkeit, wenn der Standort stimmt.
Standort: Er benötigt volle Sonne (Lichtzahl 8-9) und kommt mit kargen, stark verdichteten Böden bestens zurecht.
Boden: Ideal ist ein nährstoffreicher, aber fester Untergrund, wie er in Fugen oder an Wegrändern vorkommt.
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November pflanzen, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da er von Natur aus flach bleibt. Dünger ist an seinen bevorzugten Standorten meist überflüssig.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an geeigneten Stellen von selbst.
Kombination: Gute Partnerin ist der Breitwegerich (Plantago major) – beide teilen die Eigenschaft der Trittresistenz und besiedeln gemeinsam mechanisch beanspruchte Flächen.
Dieser Knöterich gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist ein Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch wurde) oder indigen (ursprünglich einheimisch). Er besiedelt bevorzugt Trittrasen, also Flächen, die durch regelmäßiges Begehen stark verdichtet sind. Morphologisch zeichnet er sich durch sehr kurze Stängelglieder und eine prostrate (flach am Boden liegende) Wuchsform aus. In Deutschland steht er auf der Roten Liste in der Kategorie D (Datenlage defizitär, aber vermutlich gefährdet), was seinen Schutz im Garten umso wichtiger macht.
1 Video zu Niedriger Trittrasen-Knöterich

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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