Bild folgtKI-generierte IllustrationPolypodium cristatum
Auch bekannt als: Polypodium cristatum
Typisch für den Gekräuselten Tüpfelfarn (Polypodium cristatum) sind seine immergrünen Wedel, deren Spitzen sich fächerförmig verzweigen und wie kleine Krönchen wirken. Dieser Farn ist ein verlässlicher Strukturbildner für schattige Gartenbereiche und behält auch im tiefsten Winter sein sattes Grün. Da er eine Symbiose mit Pilzen, der Arbuskulären Mykorrhiza (AM), eingeht, trägt er aktiv zur Gesundheit deines Gartenbodens bei. In seinen dichten, wintergrünen Strukturen finden kleine Nützlinge wie Laufkäfer wertvolle Verstecke während der kalten Monate. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die wenig Arbeit macht und dennoch Charakter zeigt, ist dieser Farn genau richtig für dich.
Grüner Winterheld: Der kompakte Farn mit den markanten Kräuselspitzen.
Als Farn produziert diese Art weder Nektar noch Pollen, weshalb sie für klassische Bestäuber wie Wildbienen keine direkte Nahrungsquelle darstellt. Dennoch ist ihr ökologischer Wert nicht zu unterschätzen: Die immergrünen Wedel bieten das ganze Jahr über Schutz und Feuchtigkeit für Kleinstlebewesen. Im Winter dienen die dichten Blätter als wichtiges Quartier für verschiedene Spinnenarten und bodenbewohnende Insekten, die hier vor Frost geschützt überwintern. Durch die Mykorrhiza-Symbiose fördert der Farn zudem ein vitales Pilzgeflecht im Boden, das den Nährstoffaustausch zwischen benachbarten Pflanzen unterstützt.
Der Gekräuselte Tüpfelfarn wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn er keine extremen Giftstoffe enthält, sollten die Pflanzenteile nicht verzehrt werden, da sie Reizungen verursachen können. In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist daher eine gewisse Vorsicht bei der Standortwahl ratsam.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Wähle einen halbschattigen bis schattigen Platz im Garten, der nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt ist.
Boden: Die Erde sollte humos, locker und eher kalkarm sein, um den natürlichen Waldboden zu imitieren.
Pflanzzeit: Setze den Farn idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da die Pflanze über Arbuskuläre Mykorrhiza (AM - eine Lebensgemeinschaft mit Nutzpilzen) versorgt wird, solltest du auf mineralische Kunstdünger verzichten.
Wässern: Halte den Boden gleichmäßig feucht, vermeide aber Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Rückschnitt: Alte Wedel entfernst du am besten erst im Frühjahr, da sie im Winter als Frostschutz für das Herz der Pflanze dienen.
Vermehrung: Das Rhizom (der kriechende Wurzelstock) kann im zeitigen Frühjahr vorsichtig geteilt und versetzt werden.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Haselwurz (Asarum europaeum) – beide teilen die Vorliebe für humosen Schatten und bilden zusammen einen ökologisch wertvollen Bodenbewuchs.
Der Gekräuselte Tüpfelfarn gehört zur Familie der Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae) und ist eine Zuchtform des heimischen Gewöhnlichen Tüpfelfarns. In der Natur besiedelt die Gattung oft kalkarme Felsen, Mauern oder alte Baumstämme in schattigen Wäldern. Morphologisch zeichnet er sich durch ein oberflächlich kriechendes Rhizom (waagerechter Wurzelstock) und einfach gefiederte, ledrige Wedel aus. Auffällig sind bei dieser Varietät die mehrfach geteilten, gekräuselten Enden der Blattabschnitte, die ihm ein besonders dichtes Aussehen verleihen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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