Bild folgtKI-generierte IllustrationPorrhomma microphthalmum (O.Pickard-Cambridge, 1871)
Das Aeronauten-Kleinauge (Porrhomma microphthalmum) ist ein winziger Vertreter der Baldachinspinnen (Linyphiidae), der meist weniger als drei Millimeter misst und eine unauffällige, hellbraune bis rötliche Färbung besitzt. Diese kleinen Jäger weben knapp über der Erde ihre typischen Baldachinnetze (waagerecht gespannte Gewebe), um kleine Insekten abzufangen. In Deinem Garten hält sich die Art bevorzugt in der Bodenstreu (die Schicht aus abgefallenem Laub) oder in feuchten Moospolstern auf. Als nützlicher Räuber trägt sie zur Blattlaus-Regulierung bei und vertilgt zudem Springschwänze (Collembola), die den Boden bevölkern. Der Name Aeronaut rührt daher, dass diese Spinnen an langen Seidenfäden durch die Luft segeln können, um neue Gebiete zu besiedeln. Du wirst die Tiere aufgrund ihrer Größe kaum bemerken, doch sie sind wertvolle Helfer für ein ökologisches Gleichgewicht. Besonders im Februar sind sie oft schon aktiv, da sie kühle Temperaturen gut vertragen. Damit sich das Kleinauge bei Dir wohlfühlt, solltest Du Laubschichten unter Sträuchern als Versteckmöglichkeit belassen. Ein Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel schont diese empfindlichen Nützlinge direkt. Wenn Du im zeitigen Frühjahr nicht alles akribisch aufräumst, förderst Du die Artenvielfalt in Deinem eigenen Grün.
Dieses Tier ist für Menschen vollkommen harmlos, da seine winzigen Kieferklauen die menschliche Haut nicht durchdringen können. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, sodass Du die Spinne bedenkenlos im Garten beobachten kannst.
Das Aeronauten-Kleinauge gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae). Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und bewohnt bevorzugt bodennahe Mikrohabitate (kleinteilige Lebensräume) in Gärten und Wäldern. Mit einer Körperlänge von etwa 2 bis 3 Millimetern ist sie ein spezialisierter Jäger der Krautschicht. Die Gattung Porrhomma ist für ihre Anpassungsfähigkeit an feuchte und dunkle Standorte bekannt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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