Bild folgtKI-generierte IllustrationPortulaca grandiflora
Auch bekannt als: Portulakröschen
Schon von weitem fällt das Portulakröschen (Portulaca grandiflora) durch seine leuchtenden Schalenblüten und die walzenförmigen, fleischigen Blätter auf. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als Überlebenskünstlerin auf kargen, heißen Flächen, an denen kaum eine andere Art gedeiht. Mit ihrer Hilfe kannst du schwierige Standorte ökologisch aufwerten und die Bodenverdunstung an Hitzetagen reduzieren. Du schaffst damit einen grünen Teppich, der selbst bei praller Sonne nicht aufgibt. Probiere es doch mal an der heißesten Stelle deines Beetes aus, wo andere Pflanzen längst schlappmachen.
Farbenfrohe Überlebenskünstlerin für die heißesten Ecken im Garten.
Da das Portulakröschen (Portulaca grandiflora) in Österreich heimisch ist, besetzt es dort eine wichtige ökologische Nische auf extremen Trockenstandorten. Zwar liegen aktuell noch keine detaillierten Bestäubungsdaten zu einzelnen Insektenarten vor, doch fungiert die Pflanze als wichtiger Bodendecker, der nackte Erde vor Erosion (Abtragung durch Wind und Wasser) schützt. In kargen Lebensräumen bietet sie durch ihren dichten Wuchs Schutz für bodennah lebende Kleinstlebewesen. Als Pionierpflanze (Art, die karges Gelände zuerst besiedelt) bereitet sie den Boden für nachfolgende Pflanzengesellschaften vor. Du schaffst mit ihr also eine Basis für mehr Vielfalt auf schwierigen Gartenflächen, die sonst kahl bleiben würden. Die Pflanze zeigt uns eindrucksvoll, wie Leben selbst bei großer Hitze und Wassermangel bestehen kann. Damit leistet sie einen Beitrag zur Klimaresilienz (Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaveränderungen) deines Gartens.
Achte darauf, dass das Portulakröschen (Portulaca grandiflora) als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen besteht, sollten Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen. Für einen Garten mit kleinen Entdeckern ist daher eine gewisse Vorsicht bei der Standortwahl geboten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Okt
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Das Portulakröschen (Portulaca grandiflora) ist ein wahrer Sonnenanbeter und benötigt einen Platz in voller Sonne. Der Boden sollte unbedingt durchlässig sein, da Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) die Pflanze schnell schädigen kann. Eine Mischung aus Gartenerde und viel Sand ist ideal für ihre Bedürfnisse. Du kannst sie zwischen März und Mai pflanzen, sobald der Boden offen und frostfrei ist. In der Pflege ist sie wunderbar unkompliziert und muss nur bei extremer Trockenheit gegossen werden. Ihre Blätter nutzen die Sukkulenz (Fähigkeit zur Wasserspeicherung), um Durststrecken mühelos zu überstehen. Eine Düngung ist meist nicht erforderlich, da die Pflanze an karge Verhältnisse angepasst ist. Zur Vermehrung kannst du im Frühjahr einfach die feinen Samen auf die Erde streuen. Als Begleiter empfehle ich dir den heimischen Sand-Thymian (Thymus serpyllum). Beide teilen die Vorliebe für karge, sonnige Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem kriechenden Wuchs. So entsteht ein ökologisch wertvoller Polster für trockene Gartenbereiche.
Das Portulakröschen (Portulaca grandiflora) wird als sukkulente (wasserspeichernde) Pflanze geführt und ist in Österreich heimisch. Die Pflanze zeichnet sich durch einen kriechenden Wuchs aus, der selten höher als 15 Zentimeter wird und dichte Matten bildet. Typisch für ihren Lebensraum sind extrem sonnige, trockene Standorte mit durchlässigen, sandigen Böden. Eine morphologische Besonderheit sind die nadelartigen, fleischigen Blätter, die den Wasserverlust durch Verdunstung minimieren. In der Region besiedelt sie bevorzugt lückige Stellen in Trockenrasen (ökologisch wertvolle Magerrasen auf trockenem Grund).
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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