Bild folgtKI-generierte IllustrationPorzana porzana
Auch bekannt als: Tüpfelralle
Dieses eher heimliche Sumpfhuhn erkennst du an seinem braunen, weiss getuepften Gefieder, der kurzen gelblichen Schnabelbasis und dem markanten, peitschenknallartigen "hwitt-hwitt" Ruf in der Daemmerung. In deinem Garten wirst du diesen Gast vermutlich nur antreffen, wenn du einen naturnahen Teich mit dichter Ufervegetation oder eine sehr feuchte Wiese besitzt. Es handelt sich um einen Allesfresser, der sowohl kleine wirbellose Tiere als auch verschiedene Saemereien verzehrt. Seine Nahrung sucht das Tier meist watend im flachen Wasser oder auf schlammigem Boden. Als Bodenbrueter errichtet es sein Nest gut versteckt im Roehricht (grosswuechsige Uferpflanzen) direkt ueber dem Wasserspiegel oder auf feuchtem Grund. Das Tüpfelsumpfhuhn ist ein ausgesprochener Langstreckenzieher, der den Winter suedlich der Sahara verbringt. Wenn du diesem seltenen Vogel helfen moechtest, solltest du feuchte Bereiche an Gewaessern moeglichst unberuehrt lassen und Vegetationszonen am Wasser nicht vor dem Spaetsommer mahen. Ein Verzicht auf Pestizide (Schaedlingsbekaempfungsmittel) sichert die lebenswichtige Nahrungsgrundlage aus Insekten und Larven. Da es sehr scheu lebt, profitiert es vor allem von Ruhe und einer naturbelassenen, wilden Ecke direkt am Wasser.
Diese Art ist streng geschuetzt, weshalb du Brutgebiete in der Ufervegetation zwischen April und Juli auf keinen Fall betreten darfst. Stoerungen koennen dazu fuehren, dass die scheuen Alttiere das Nest dauerhaft verlassen. Da das Huhn in der Vegetation fast unsichtbar ist, ist besondere Vorsicht bei der Gartenarbeit am Teichrand geboten.
Das Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana) gehoert zur Familie der Rallen (Rallidae) innerhalb der Ordnung der Kranichvoegel. Es ist in weiten Teilen Europas bis Zentralasien verbreitet und besiedelt vorwiegend schlammige Verlandungszonen und Seggenriede (suempfige Gebiete mit Sauergrasgewaechsen). Von der aehnlichen Wasserralle unterscheidet es sich durch den deutlich kuerzeren Schnabel und die charakteristische weisse Punktierung auf dem Gefieder. Die Art lebt sehr verborgen und wird meist eher durch ihre Rufe waehrend der Balz (Partnerwerbung) als durch Sichtungen nachgewiesen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →