Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla cinerea subsp. incana
An ihren dicht grau-weiß behaarten Blättern lässt sich das Sand-Fingerkraut (Potentilla cinerea subsp. incana) sofort erkennen. Dieses niedrige Rosengewächs bildet dichte Teppiche und zeigt im Frühjahr leuchtend gelbe Schalenblüten. Als Spezialistin besiedelt sie extreme Trockenstandorte, die für viele andere Pflanzen zu karg sind. Sie ist ein wertvoller Bestandteil unserer heimischen Flora in sonnigen Magerrasen (nährstoffarme Graslandgesellschaften). Da sie laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft ist, solltest du sie eher in Gartenbereichen platzieren, die nicht als Spielfläche dienen. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück unberührte Natur in deinen Garten.
Silberner Teppich mit goldenen Blüten: Die Spezialistin für trockene Sonnenplätze.
In trockenen Lebensräumen spielt dieses Fingerkraut eine wesentliche Rolle als Bodenfestiger und Pionierpflanze. Durch ihren frühen Blühbeginn bietet sie ein wichtiges Nahrungsangebot in einer Zeit, in der viele andere Trockenpflanzen noch nicht so weit entwickelt sind. Da sie polsterartig wächst, schafft sie zudem ein kleinklimatisch günstiges Umfeld für verschiedene Kleinstlebewesen im Bodenbereich. Sie trägt zur Artenvielfalt in Steingärten und auf extensiv genutzten Flächen bei. Als heimische Art ist sie perfekt in das regionale Ökosystem integriert und stützt die lokale Biodiversität.
Laut vorliegenden Daten ist die Pflanze nicht als kindersicher eingestuft. Dies bedeutet, dass ein Verzehr der Pflanzenteile vermieden werden sollte. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten. Die charakteristische graue Behaarung macht sie im Garten gut unterscheidbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Wähle für dieses Fingerkraut den sonnigsten Platz in deinem Garten aus.
Der Boden muss unbedingt durchlässig sein; kalkhaltiger Sand oder Schotter sind ideal.
Staunässe (stehendes Wasser) verträgt die Pflanze überhaupt nicht.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Da sie an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist, darfst du sie keinesfalls düngen.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da sie sehr niedrig bleibt.
Wenn du sie vermehren möchtest, kannst du die Polster im zeitigen Frühjahr teilen.
Gießen musst du nur in der Anwachsphase, danach ist sie extrem trockenheitsresistent.
Achte darauf, dass Nachbarpflanzen sie nicht überwuchern, da sie viel Licht braucht.
Als Partnerin empfehle ich das Echte Federgras (Stipa pennata), da beide Arten perfekt an extreme Trockenheit angepasst sind und zusammen ein natürliches Bild ergeben.
Das Sand-Fingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wird taxonomisch als Unterart des Grauen Fingerkrauts geführt. Es ist in Deutschland heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie kalkhaltige Sandböden. Charakteristisch ist die dichte, sternhaarige Behaarung der Blätter, die der Pflanze ein silbrig-graues Aussehen verleiht und als Verdunstungsschutz dient. Der Wuchs ist ausdauernd und polsterbildend, wobei die Pflanze nur wenige Zentimeter an Höhe gewinnt.
2 Videos zu Sand-Fingerkraut


•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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